Saudi-Arabien belegt türkische Waren – still und heimlich – mit Embargo

Die Krisen nehmen kein Ende für die Türkei. 2017 waren es die Russen. Sie kauften keinen türkischen Mais, Getreide, Sonnenblumenöl (unverarbeitet), Erbsen und Reis mehr. Dieses wurde zufällig öffentlich und war zuvor nicht von den Russen. Erst, als der türkische Wirtschaftsjournalist, Kerem Ülker davon zufällig bei einem privaten Gespräch mit dem Vorstand des Hülsenfrüchtebauernverbandes erfuhr und darüber berichtete, wurde der Sachverhalt durch die Russen bestätigt. Zufällig berichtet die identische Quelle jetzt, dass auch ein Embargo seitens Saudi-Arabiens gegenüber türkischen Produkten besteht.

Riad maßregelt die Türkei…

…wahrscheinlich wegen der Unterstützung von Erdogan für Katar, dem möglichen Zufluchtsort und Schatzkammer von Erdogan (5.000 türkische Soldaten sind dort stationiert und das ohne klaren Auftrag). Dann noch der Mord an Kashoggi und was danach alles passierte zwischen den beiden Ländern, der Einmarsch in Syrien und die harten Aussagen von Erdogan gegen Ägypten, sind Gründe genug, die zu diesem Embargo geführt haben.

Saudi-Arabien boykottiert…

… türkische Produkte und sogar TV-Serien, die dort der Schlager sind.

Eine Geschäftsfrau, die nicht namentlich genannt werden möchte sagt, dass sie seit 30 Jahren Waren nach Saudi-Arabien verkaufen würde. Einige ihrer Kunden sollen zum Handelsministerium von Saudi-Arabien gerufen worden sein. Sie wurden angewiesen, keine türkischen Produkte mehr zu kaufen. Einige sollen sogar unterschrieben haben, dass sie sich an die Anweisung halten werden. Wegen der Welthandelsorganisation würde man es nicht offiziell verkünden, aber da die Dame Möbel, Nahrungsmittel, Rohstoffe und Agrarprodukte dorthin exportiert und bei allem die identischen Schwierigkeiten erlebt, kann man davon ausgehen, dass das gesteuert ist. Auch die Versuche, Produkte über Deutschland nach Saudi-Arabien zu verkaufen, scheiterten. Man wollte kein „Made in Turkey“ haben.

In einem anderen Fall haben saudische Geschäftsleute den türkischen Unternehmern dazu geraten, ihre Produkte woanders zu produzieren.

Interessant ist auch, was eine große Anwaltskanzlei, die oft saudische Geschäfte begleitet hat, erzählt. Noch vor einigen Jahren investierten die Saudis in türkische Immobilien. Große Projekte wurden gleich komplett aufgekauft. Jetzt würde das nicht mehr klappen. Die Hindernisse wären so groß, dass eine Abwicklung unmöglich wäre.

Das ist der klare Hinweis dafür, dass Ankara wohl ganz genau weiß, was seitens Saudi-Arabien abgeht und dafür Vergeltung in dieser Form ausübt.

Auch die Geldtransfers zwischen der Türkei und Saudi-Arabien wären unter strenger Beobachtung. Türkische Geschäftsleute, die früher Millionenbeträge bewegt haben, würden jetzt wegen Mini-Beträge befragt werden und müssten sich erklären.

Interessant nicht, dass man nur durch Recherche erfährt, was zwischenstaatlich im Geheimen zwischen der Türkei und anderen Ländern abgeht?

Quelle: Dünya

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