Türkei: Der Kaufkraftschwund geht ungebremst weiter – Damals und heute, ein Vergleich

Wenn man eine Lüge immer wieder wiederholt, glaubt man selber dran, heißt es. Das war mal vor Jahren auch beim Wirtschaftsmagazin The Economist der Fall. Sie hatten das aus dem Munde vom damaligen Ministerpräsidenten Erdogan so oft gehört, dass sie daran glaubten und einen Beitrag darüber brachten, dass das Pro-Kopf-Einkommen der Türken innerhalb von 10 Jahren Erdogan Regierung, um das dreifache stieg. Das tat es auch, nur leider nur nominal. 3.000 USD zu Beginn der Erdogan Ära und nach 10 Jahren 10.000 USD bedeuteten sogar knapp über das dreifache.

Egal, am nächsten Tag entschuldigte sich The Economist für den Fehler. Leider fand die Richtigstellung in der Türkei kein Widerhall. Wie denn auch?

Kommen wir zum immensen Kaufkraftverlust der türkischen Bevölkerung. Die TL verliert weiter immens an Wert. Was man damals für 3.000 USD kaufen konnte, kann man nach bald 20 Jahren mit 10.000 USD sich nicht annähernd leisten.

In der Türkei ist alles Gold was glänzt. Das Volk kauft solche Gold-Dukaten. Das hier ist ein halber Gold-Dukate und wiegt 3,6 Gramm.

Die ¼ Gold-Dukate (22er Gold, 1,75 Gramm) spielt im Leben eines Türken ein Leben lang eine immense Rolle. Heiraten zwei, oder bekommt eine Frau ein Kind, so ist die ¼ Gold-Dukate Pflicht und das Mindeste.

Die Tabelle unten zeigt, wie viele Stücke Gold-Dukaten man sich mit dem Mindestlohn des jeweiligen Jahres leisten konnte und kann. Wir sehen, den Kaufkraftschwund und erkennen, in welcher Situation sich die überschuldete Bevölkerung, den Überlebenskampf führt.

 

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