Wer schafft am besten, aus Freunden Feinde zu machen?

Gestern hatte ich erwähnt, dass die Swap Verhandlungen der Türkei mit den USA zu keinem guten Ergebnis geführt hatten. Derzeit hofft man auf Katar, England, Japan und China. Wenn nicht von der IWF, so müssen die Devisen irgendwoher kommen. Kommen wir zu einer leichten Frage.

Die Fünfhundert Euro Frage bei ‚Wer wird Millionär?’ könnte lauten: Welcher noch herrschender Alleinherrscher hat die letzten 18 Jahre sich immer die falschen Freunde an Diktatoren in den Nachbarstaaten und der arabischen Welt ausgesucht, die heute nicht mehr im Amt oder inhaftiert sind oder umgebracht wurden? A. Erdogan der Prächtige B. Muammar al-Gaddafi C. Saddam Hussein D. Mohammad Mursi

Die Außenpolitik der Türkei, zu Zeiten von Erdogan dem  Prächtigen, sollte einen gebührenden Platz in den Lehrbüchern finden. Selbst ein Zufallsgenerator erlaubt den Menschen ab und an mal zu gewinnen. Nicht so bei ihm. Er liegt grundsätzlich falsch.

In dem Bürgerkrieg Libyens unterstützt die Türkei die nicht gewählte Regierung der Nationalen Einheit unter Premier Fajis al-Sarradsch. Erdogan erhofft sich dadurch besseren Zugang zu Erdgasbohrungen im Mittelmeer. Fast kann man sicher sein, dass entweder al-Sarradsch etwas zustoßen wird, oder aber Erdogan wieder nicht das erreicht, was er sich erhofft hat. Das ist die Regel.

Dieser Tage kriselt es wieder mal. Federführend sind die Vereinigten Arabischen Emirate. Sie werfen der Türkei vor, die Region zu destabilisieren. Die Türkei behauptet genau das Gegenteil und beschuldigt die VAE. Eigentlich würden sie gerne mehrere arabische Länder, vor allem Saudi-Arabien, beschuldigen, aber die Angst, es könnte zum endgültigen Bruch mit denen kommen, hindert sie daran.

Vorangegangen war diesen Beschuldigungen eine gemeinsame Erklärung Frankreichs, Griechenlands, Zyperns, Ägyptens und der VAE. Diese beschuldigten die Türkei, die Hoheitsgewässer und den Luftraum Griechenlands und Zyperns zu verletzen.

Diese Staaten forderten die Türkei auf, die Souveränitätsrechte aller Staaten uneingeschränkt zu respektieren.

Auch wenn Israel bei dieser Erklärung der genannten Staaten nicht dabei war, so bekam es  bei der Verteidigung der Türkei ihr Fett ab. Griechenland, Zypern und Israel würden das Mittelmeer als ihre Gewässer betrachten und die Türkei dabei ausgrenzen.

Der Muslimbruder Erdogan und seine Nähe zu Katar, sind der VAE, Saudi-Arabien, Bahrein und Ägypten ein Dorn im Auge. Denn Katar werfen alle vier Terror-Unterstützung vor, schließlich gelten die Muslimbruder dort als Terrororganisation.

Die Ausländer verkaufen weiter

Nach den heute bekanntgegebenen Zahlen der Zentralbank haben die ausländischen Investoren innerhalb der letzten Woche 821.000.000 USD an Inlandsschuldverschreibungen und 228.000.000 USD an Aktien verkauft.

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