Türkei: Die Istanbuler meiden verstärkt die öffentlichen Verkehrsmittel

Die Angst vor dem Coronavirus bewirkt in der Türkei, dass die öffentlichen Verkehrsmittel gemieden werden. Der Verkehr ist in Istanbul sowieso ein Fall für sich. Wie ich dort gelebt habe, sagte ich immer, dass ein Istanbuler 1/3 des Tages arbeitet, 1/3 des Tages schläft und 1/3 der Zeit im Verkehr steht. Besser ist es also nicht geworden.

Ein Busfahrer, der eines der vielbefahrenen Routen auf der anatolischen Seite von Istanbul fährt, sagte bei einem Fernsehinterview, dass die vielen Schüler, die sein Bus füllen, nicht mehr da wären. Sie wären auf Shuttle-Busse ausgewichen, die zwischen den Wohnungen und Schule fahren würden. Ein Taxifahrer, der befragt wurde: „Die Lage auf den Straßen ist katastrophal. Gefühlt sitzen in 7 von 10 Autos nur der Fahrer drin.“

In vielen Bürohäusern werden verstärkt Desinfektionsmittelspender, auch in den Tief- und Hochgaragen, aufgestellt.  

Der Gesundheitsminister sagte, dass man nicht behaupten könne, dass es den Coronavirus in der Türkei nicht gäbe, aber festgestellt wäre bis jetzt kein einziger Fall und hat für Mitternacht (Dienstag auf Mittwoch) ein Pressekonferenz anberaumt. Dabei bestätigte er den ersten Fall von Coronavirus in der Türkei. Für die kommenden Tage würden neue Schutzmaßnahmen beschlossen werden.

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