Jede 4. Frau ist Opfer häuslicher Gewalt. In Corona-Zeiten werden es noch mehr!

Das ist unzweifelhaft der Fall. Wenn schon die Liebenden sich in Quarantäne nach einiger Zeit nicht mehr riechen können und zu Spannungen kommt, möchte ich nicht wissen, wie es in den Familien zugeht, wo häusliche Gewalt sowieso ein Teil des Lebens war. Haltet Augen und Ohren offen, wenn der Verdacht aufkommt, dass Gewalt gegen Kinder und Frauen stattfindet, bleibt nicht unbeteiligt.

Ich stehe hinter Forderung von TERRE DES FEMMES e.V.

TERRE DES FEMMES e. V. fordern ein sofortiges Hilfspaket für Frauenhäuser und Hilfeeinrichtungen für von Gewalt bedrohte und betroffene Frauen:

Hier die Pressemitteilung von TERRE DES FEMMES e. V.

Berlin, 25. März 2020. Angesichts der sozialen Isolierung von immer mehr deutschen Haushalten warnt TERRE DES FEMMES e.V. vor steigenden Fällen von häuslicher Gewalt und fordert ein sofortiges Hilfspaket für Frauenhäuser und Hilfeeinrichtungen für von Gewalt bedrohte und betroffene Frauen.

Berichte aus China deuten bereits darauf hin, dass die Isolierungsmaßnahmen als Folge der Corona-Pandemie einen erheblichen Anstieg der häuslichen Gewalt verursacht haben. Ausgangssperren und die Minimierung sozialer Kontakte können die Lage in gewalttätigen Haushalten sehr schnell eskalieren lassen. Betroffene können zudem kaum aus der Situation ausbrechen.

„Wir brauchen ein sofortiges Hilfspaket für Frauenhäuser“, so Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES „Es müssen mehr Mittel und Zufluchtsräume zur Verfügung gestellt werden, damit Betroffene von häuslicher Gewalt schnell geholfen werden kann. Denn auch diese Welle wird als Folge der Corona-Pandemie Deutschland überrollen.“

TERRE DES FEMMES fordert ein sofortiges Hilfspaket für Frauenhäuser und Hilfeeinrichtungen für von Gewalt bedrohte Frauen.

Darinsollten folgende Maßnahmen enthalten sein:

  • schnelle und unbürokratische finanzielle Aufstockungen für Hilfeeinrichtungen (Frauenhäuser, Beratungsstellen etc.), um eine sofortige Aufnahme von Betroffenen zu gewährleisten
  • Fachpersonal in Frauenhäusern und Beratungsstellen müssen bundesweit einheitlich als systemrelevante Berufe anerkannt und klassifiziert werden, um fortlaufende Unterstützung gewährleisten zu können
  • Bereitstellung von zusätzlichen Unterkünften für Betroffene mit gleichzeitiger Sicherstellung der Anonymität und Betreuung
  • Die Innenministerien der Länder müssen die Polizei deutlich dazu auffordern das Gewaltschutzgesetz konsequent anzuwenden. Der Grundsatz „wer schlägt, der geht“, ist besonders jetzt wichtig, damit Frauen vorerst in den Wohnungen bleiben können.
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