Die Afro-Türken, nicht mehr viele, sind ein Teil der Türkei

“Durch Mischehen versuchen Afro-Türken, hellere Kinder zu bekommen, damit irgendwann die Farbe ganz verschwindet.” Das sagte eine Afro-Türkin 2012 bei einer Konferenz in Istanbul.

Safiye Ayla, Türkische Sängerin (1907 – 1999)

Sie nennen sich Türken afrikanischen Ursprungs, oder dunkelhäutige Türken. Die Türken nennen sie, wie sie alle Dunkelhäutigen nennen: „Araber“. Sie kamen zu Zeiten der Osmanen als Sklaven oder Arbeiter aus Afrika. Pro Jahr sollen ca. 10.000 den Weg nach Anatolien gefunden haben. Einmal betrug ihre Zahl in Anatolien 250.000. Viele sollen nach Afrika zurückgekehrt sein. Derzeit leben 5.000 von ihnen in der Türkei, zumeist im Ägäisraum. Wenn schon Frauen es schwer haben in dem Land, kann man sich vorstellen, wie schwer es die Afro-Türken haben. Einige sollen 1923 über Kreta nach Anatolien gekommen sein. Ihre Vorfahren erzählten, dass die Großeltern anfänglich Griechisch sprachen und Türkisch erst später gelernt hätten. Einige Quellen berichten, dass die Afro-Türken zwischen 1880 und 1920 ihr Frühlingsfest, das sie „Rinder-Fest“ nannten, gefeiert haben. Die Gemeinde würde Geld sammeln und davon ein Rind kaufen, das  sie dann nach ca. 3 Wochen opferten. Auch heutzutage wird das  Rinder-Fest gefeiert, aber nur 2 Tage lang  und ein Tier wird nicht mehr geopfert.

90% der Afro-Türken sollen sehr arm sein, erfährt man vom Verein der Afro-Türken. Wie ich diese Zeilen über die Afro-Türken schreibe, recherchiere ich hier und da und lese diesen Satz: „Die wohl bekanntesten Sklaven waren die Janitscharen, die Elitetruppe des Sultans, die sich aus christlichen Jungen rekrutierten, die ihren Familien genommen und am Hof einer strengen Ausbildung unterzogen und zu fanatischen Muslimen um erzogen wurden.“

Esmeray, türkische Pop Sängerin (1949 – 2002)

Die berühmtesten Afro-Türken:

Kaltstart X - Das Buch von Ahmet Refii Dener

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