Zuerst Streithähne und jetzt? Facebook eröffnet in der Türkei 8 Büros

Letztmalig musste im Oktober 2019 Facebook wieder einmal eine Ordnungsstrafe von 1,6 Millionen TL bezahlen. Jetzt scheint sich der Spruch zu bewahrheiten: “Was sich neckt, das liebt sich. Was am Ende dabei rauskommen wird, werden wir sehen. Ein Statement seitens Facebook steht noch aus.

Bekanntlich sind in der Türkei über Einhunderttausend Webseiten/Portale u.a. Booking.com, Wikipedia.com, sehr viele Portale von Vereinen u.a. gesperrt. Vor einigen Jahren waren youtube.com und twitter.com zeitweilig auch schon gesperrt. 

Die Seite soundcloud.com, eine für Musiker und DJs bekannte, eigentlich “harmlose” Seite ist ebenfalls teilweise gesperrt. Darüber kann man nämlich die Telefonate des Erdogan-Clans noch hören, wie sie das Land ausnehmen.

Jetzt passieren aber wundersame Dinge. Facebook möchte 8 in Worten: Acht Büros in der Türkei eröffnen. Den Anfang macht Facebook am 13. Januar in Bursa. Ziel soll sein, die Jugendlichen zur Digitalisierung und zu neuen Projekten hinzuführen. Das Büro ist unter dem Dach der Handelsbörse in Bursa. Die Handelsbörse soll auch schon mit der Technischen Universität Bursa eine Kooperationsvereinbarung eingegangen sein und möchte so das Vorhaben mit Facebook unterstützen.

Klingt gut. Wird sicher nicht schaden. Einen Nebeneffekt hat es sicher auch. So ist Facebook näher an der Regierung und kann so einfach nicht vom Netz ausgeschlossen werden. Ob andere Arten von Vereinbarungen existieren? Wer möchte seine Hand dafür ins Feuer legen, dass dieses nicht der Fall sein kann? Ein Schelm ist, wer Böses dabei denkt.  Ach, dabei fällt mir noch ein, dass Instagram und WhatsApp ebenfalls zu Facebook gehören.  Eine Durchsetzung eines eigenes Messengers zur “sicheren” Kommunikation seitens des türkischen Staates, war nicht erfolgreich. Ob das auch ein Grund für diesen Schulterschluss mit Facebook ist?

WICHTIG! Die Quellen, die darüber berichten, dass Facebook 8 Büros in der Türkei eröffnen wird, sind Erdogan nahe Medien (englischsprachig). Ein offizielles Statement seitens Facebook steht noch aus. anews (ist von Kanal A), news1, dailysabah

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