Nur die Kopftuchträgerinnen sind die ‘Guten’ und wie sieht es bei den Männern aus?

Oftmals sind es kleine Schritte, die sich dann automatisch verselbständigen, vom Volk unbewusst aufgenommen und dann von diesem als selbst suggeriert empfunden und umgesetzt werden.

Gestern berichtete ich, wie eine Frau von ihrem Mann zum Kopftuch genötigt wurde, damit der Ehemann eine Arbeitsstelle bekommt. Heute noch ein Nachschlag, wie das über die Schulen bzw. Schulbücher funktioniert.

Es sind wirklich kleine Häppchen, die dann dazu führen, dass sich die Gesellschaft in die gewünschte Richtung wendet und diesen Weg geht.

Das Bildungsministerium hat unter dem Begriff „Psychosozial begleitet Verhindern und Begleiten“ („Psikososyal Önleyici Destek Programı”) ein Programm aufgelegt.

An dem Programm sollen die sog. LotsenlehrerInnen teilnehmen, die den Kindern, die in Folge von Terror, Flucht, Selbstmord, Tod und sexueller Übergriffe, traumatisches erlebt haben, besser helfen sollen. Was eine gute Sache ist, kann aber auch Nebeneffekte bzw. Nebenwirkungen mit sich bringen.

Unter der Überschrift „Sexueller Missbrauch“ hat man Bilder verwendet, wo die Frauen mit Kopftuch voller Güte agieren, währen die ‚ohne‘ die Schlechten sind. Erstaunlich ist auch, warum keine Männer abgebildet sind, wo doch die größte Gefahr von ihnen ausgeht. Wahrscheinlich, weil man die Männer dann schlecht mit Kopftuch abbilden könnte.

In dem Text unter diesem Bild steht z.B., dass eine Nachbarin versucht hat ein Mädchen auf der Straße zu küssen.

Hier wird in Bildern den Kindern mitgeteilt, dass Frauen mit Kopftuch die Guten und die anderen die Schlechten sind. Ein Experte sagte in den Medien, dass das den Kindern nicht bei einem Mal klar werden würde, aber wenn sich solche Bilder dann häufen, würde die beabsichtigte Wirkung nicht ausbleiben.

Die Gute
Die Böse
Die Gute

Quelle

Kaltstart X - Das Buch von Ahmet Refii Dener

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