Türkisches Unternehmen verliert Milliarden USD Projekt in Afghanistan

Bekanntlich sind die Amerikaner sehr darum bemüht, dass sie weltweit in so viele Länder wie möglich, die Demokratie exportieren. Dabei wählen sie diese Länder nach bestimmten Kriterien aus. Das Vorhandensein von Erdölreserven und/oder Bodenschätzen sind die Grundbedingungen.

Unlängst verkündeten die USA, dass in Afghanistan Bodenschätze im Wert von 1 Trillionen USD wären. Bei dem Vorhaben vom Kuchen etwas abzubekommen machte auch ein türkisches Unternehmen mit, nämlich die Yildizlar SSS Holding. Zuerst schrieb Afghanistan Goldschürflizenzen, auf einer Fläche von 1.000 qkm aus. 70 Unternehmen sollen an der Ausschreibung teilgenommen haben, erzählte der damalige (2013) Minister für Natürliche Ressourcen Herr Taner Yildiz. Den Zuschlag bekam Yildizlar SSS Holding. Laut USA betrugen die Goldreserven von Afghanistan 25 Mrd. USD. So was lockt natürlich.

Kommen wir zum Ergebnis. Die afghanische Regierung hat die Ausschreibung für nichtig erklärt. Gründe sollen keine genannt worden sein.

Die türkische Wirtschaftszeitung Dünya formuliert diese Entscheidung mit dem herzzerreißenden Satz: „Nach diesem Entscheid gibt es wieder mal zwei Verlierer. Zum einen das türkische Unternehmen Yildizlar SSS Holding und das afghanische Volk.“

Ein Cousin von mir ist als Bauingenieur in das Projekt (als Angestellter) involviert. Immer wenn er das Projekt hochlobte, sagte ich zu ihm: „Warte mal ab was passiert. In solchen Ländern kannst du bis Projektende, nie sicher sein, wie es ausgeht.“

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