“Mit dem Spatenstich wird die Seefahrtsgeschichte neu geschrieben werden”

Das war der Schlusssatz des Außenministers Cavusoglu beim Treffen der AKP-Jugend der Mittelmeer-Region in Alanya. Ein Tourismus-Hochburg an der türkischen Riviera und gleichzeitig die Heimatstadt des Außenministers. Wegen der katastrophalen Außenpolitik des Prächtigen und somit die seine Außenministers, musste die Tourismus-Branche richtig ausbluten. Erinnert sein an die Jahre, wo die Europäer ausblieben.

“Mit dem Spatenstich wird die Seefahrtsgeschichte neu geschrieben werden!” Damit meint er Kanal- Istanbul, also einen zweiten Bosporus. Was dann so besonders wird, dass die Geschichte neu geschrieben werden muss, bleibt abzuwarten. Bei den Hotelbetreibern in Alanya kamen seine Ausführungen überhaupt nicht gut an, denn über Tourismus sagte er nichts.

Angekündigt wurde das Projekt Kanal-Istanbul Projekt schon 2011. Seit dem soll es jedes Jahr losgehen, jedoch ist die Chance recht gering, dass man dieser Tage das Projekt noch finanziert bekommt.

Aus dem Film “Der Blaumichkanal”. Herr Blaumilch baut den gleichnamigen Kanal. 🙂

Der Kanal-Istanbul wird durch eine zusätzliche Wasserstraße einen Teil von Istanbul zu einer Insel machen. Zuerst war geplant worden, dass 1,2 Mio. Menschen hier eine neue Heimat finden. Nun hat man die Zahl auf 500.000 herabgesetzt. Sicher werden am Ende, wie das immer ist 5 Mio. betragen.

kanalistanbul

Der Kanal wird eine Breite von 150m (an manchen Stellen bis 520m) und eine Tiefe von 25m haben und sich selbst finanzieren (wäre ein Wunder, zumal alle Projekte des Prächtigen, ohne Ausnahme Verluste schreiben). Veranschlagt sind 15 Mrd. USD Baukosten. Die Ausschreibungen sollen Etappenweise erfolgen. Der Spatenstich soll seit 2011 erfolgen, so lange berichte ich nämlich darüber.

Auf der noch nicht endgültig festgelegten Route des Kanals sind die Grundstückspreise explodiert. Allerdings sollen auf der Route 80% der Grundstücke (noch) dem Staat, gehören. Was insofern schlimm ist, weil die Türkei von einem Alleinherrscher regiert wird.

Wie bei sonstigen Projekten auch, werden die Bedenken, dass die Strömungen des Bosporus sich verändern würden und das Marmara-Meer zu einer stinkenden Kloake werden würde, außer Acht gelassen. “Wird schon gut gehen”.

In diesem Zusammenhang empfehle ich Euch diesen Beitrag unbedingt zu lesen: ‘The Turkish Formula of Planing’

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