Kleiner Mann, großes Herz

Iqbal Masih wurde 1982 im Dorf Muridke in Pakistan geboren. Mit vier Jahren wurde er für knapp 12 USD verkauft. Schon mit sechs Jahren wurde er als Arbeiter in einer Teppichknüpferei eingesetzt. Iqbal musste 12 Stunden lang arbeiten. Damit er nicht weglaufen konnte, hatte man ihn an den Knüpfstuhl angekettet. Von dem vielen Sitzen und der nicht ausreichenden Ernährung, war er körperlich unterentwickelt. Mit zwölf Jahren soll er die Größe eine sechsjährigen gehabt haben, aber dafür das Herz eines ganz Großen.

Viele Versuche zu fliehen waren erfolglos geblieben und jedesmal wurde er von seinem “Herrn” bestraft. Einmal flüchtete er in eine Polizeistation. Doch war dem Polizeibeamten der Finderlohn eines Kindersklaven mit Schuldknechtschaft wichtiger. Er brachte ihn zu seinem “Herrn” zurück und kassierte. Mit zehn Jahren endlich, konnte er mit Hilfe einer Hilfsorganisation der Sklaverei entfliehen. Er besuchte die Schule und setzte sich für die Kinderrechte ein. Er half mit, tausende versklavte Kinder in Pakistan zu befreien. Er wurde International bekannt und reiste 1995 im Alter von 12 Jahren in die USA und bekam dort den Menschenrechtspreis der Firma Reebok. Finde ich insofern absurd, weil die Marke bekannt dafür ist, in Billiglohnländern, wo auf Kinderarbeit gesetzt wird, zu produzieren.

In seiner Rede setzte er sich für die Schulbildung aller Kinder ein und forderte die Abschaffung der Schuldknechtschaft und ausbeuterischer Kinderarbeit.

Kurz nach seiner Rückkehr aus den USA soll er in der Nähe seine Heimatdorfes (1995) erschossen worden sein. Die Täter und die Umstände des Mordes sind nicht genau geklärt.

Ruhe in Frieden Großer!

Kaltstart X - Das Buch von Ahmet Refii Dener

Das könnte Dich auch interessieren …