Die Türkei weicht auf Sudan aus – Keine Agrarflächen mehr im eigenen Land, oder was?

Fangen wir wieder mit der Mutter aller Realitäten an: „Die Türkei war mal auf dem Agrarsektor Selbstversorger!“ Heute importiert das Land so ziemlich alles, was sie auch selber produziert. Die Regierung stützt die Bauern hin und wieder, oder räumt denen Schuldenaufschub ein, aber auf der anderen Seite gibt es sogar Subventionen, Zollfreiheiten u.a., wenn man Agrarprodukte importiert.

Den Import fördern, wenn man die eigene Agrarindustrie stützen möchte?

Wie soll man so die Agrarwirtschaft fördern? Ganz im Gegenteil, die 17 Jahresmission geht in das 18. Jahr hinein und die Türkei wird jedes Jahr abhängiger vom Ausland. Ohne Importe geht es in keiner Branche mehr.

Jetzt kommt die Hammernachricht!

Wisst Ihr wie viel Agrarfläche brach liegt in der Türkei? Wisst Ihr, dass die bestehenden Agrarflächen mit der Zeit zu Bauland werden? Spätestens jetzt wisst ihr es.

Jetzt kommt noch das dazu. Die Türkei hat in Sudan Land gepachtet um dort Landwirtschaft zu betreiben (Man beruft sich auf die engen Beziehungen der Osmanen zu Sudan). Ich denk, ich spinne. Hat man den in der Türkei schon alle Agrarflächen bestellt, dass man auf Sudan in Afrika ausweichen muss? Die Türkei hat 780.500 Hektar Land in Sudan gepachtet. Auf diesen Flächen wollte der Staat, mit der privaten Wirtschaft Landwirtschaft betreiben. Dafür ist, laut der Entscheidung mit der Nr. 2015/8234 des Ministerialamtes vom 09.11.2015 auch ein Unternehmen gegründet worden. 80% gehören der Türkei und 20% Sudan. Wisst Ihr, was dann passierte? Seitdem importiert die Türkei landwirtschaftliche Produkte und lebende Tiere aus Sudan.

Es war kein Aprilscherz

Nein, im April dieses Jahres gab es in Sudan einen Putsch. Jetzt steht es in den Sternen, wie es zwischen Sudan und der Türkei weitergeht. Dieser Tage kam die Vereinbarung zwischen dem Sudan und der Türkei, von vor vier Jahren, nochmals auf den Tisch. Am 04. 12. 2019 hat eine Kommission des Außenministeriums bestätigt, dass die Zusatzvereinbarungen zum Vertrag aus dem Jahre 2015 für in Ordnung befunden worden. Die Unterschriftsgewalt ist vollumfänglich dem Prächtigen übertragen wurden.

Wollt Ihr wissen, worum es bei den Zusatzvereinbarungen geht?

Bei 802 Agrarprodukten sind die Zölle zu Gunsten Sudans herabgesetzt bis aufgehoben worden.

Eigentlich mag ich nicht mehr weiterschreiben, aber ich sage euch, welche Positionen importiert werden sollen:

50.000 Rindvieh, 2.000 Schafe, Ziegen, 8.000 Tonnen Fleisch, 2.000 Tonnen Butter, 500 Tonnen Honig, 2 Millionen Eier, 5.000 Tonnen Kartoffeln, 5.000 Tonnen Tomaten, 1.000 Tonnen Knoblauch, 2.000 Trauben, jeweils 5.000 Tonnen, Weizen, Gerste, Hafer und Mais, 2.000 Tonnen Weizenmehl, befinden sich auf der Liste.

Derzeit importiert die Türkei bereits, Erdöl und Ölprodukte, Baumwolle, Sesam, Zucker und Pinienkerne, aus dem Sudan.

Im Gegenzug haben die AKP Bauunternehmer einige Bauprojekte in Sudan laufen. Sollen sie ja verdienen, wenn es etwas zu verdienen gibt, aber warum macht man dabei die türkische Agrarindustrie platt und nützt Steuergelder des türkischen Steuerzahlers für private Investitionen?

Das Land wird ausgenommen, mit Staatsgeldern Investitionen getätigt, deren Gewinne dann am Ende die AKP Seilschaften einstreichen.

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