Die Mittelständler in der Türkei brennen lichterloh

Nicht darüber berichten zu dürfen, beseitigt die Probleme nicht, ganz im Gegenteil, für die Öffentlichkeit wachsen sie still und heimlich und drücken sich in den immer weiter steigenden Arbeitslosenzahlen aus.

Laut einem Bericht des Wirtschaftsjournalisten Talip Aktaş / Dünya, wachsen die Probleme der Klein- und Mittelständischenunternehmen diesen über den Köpfen hinaus. Schuld ist die leichtfertige Vergabe der Kredite, die durch die Regierung vorangetrieben auch die, die sonst keine Finanzierungen wegen fehlender Bonität bekommen hätten, ebenfalls erreichten. Stillstand im Konsum und in der Wirtschaft bedeuten nun mal, dass man nichts erwirtschaften kann, womit die Kredite bedient werden können.

Laut dem Bankenaufsicht und -Verband (BDDK) sind bei Kleinunternehmer und Mittelständler, 9,6% der Kredite in der Dunkelrot-Stufe, was bedeutet, dass die Geldgeber bereits Titel darüber haben und jederzeit pfänden können. Die pfändbare Summe beläuft sich auf 58,6 Milliarden TL ( ca. 9 Mrd. EUR).

Wer ist ein in der Türkei ein Mittelständler?

In der Türkei gibt es 1,7 Millionen Klein- und Mittelständische-Unternehmer. Die Mittelständler sind wesentlich kleiner, im Vergleich zu Deutschland. Wer 250 Personen beschäftigt, in dem Fall spielt der Umsatz keine Rolle, ist schon Mittelständler oder aber, er macht ein Umsatz bis 40 Millionen TL (wurde jetzt auf 125 Mio. TL erhöht). Das sind gerade mal 6 Mio. EUR. Von einem Großunternehmen spricht man, wenn man mehr als 6 Mio. EUR umsetzt. Die untere Grenze sind, bei vielen Banken unterschiedlich, 5-10 Millionen TL.

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