Für den Prächtigen und für die Türkei zu sein. Das geht nicht!

Mein Kritiker: Naja , Herr Dener hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, alle Missstände in der Türkei aufzuklären, mit welchen Mitteln auch immer!? Was seine Beweggründe sind, bleibt auch im Verborgenen, liegt vielleicht an seinem vergangenen Lebensabschnitt in der Türkei…

ARD: Das ist leicht erklärt Herr …. 2011 legte ich los mit meinem Blog go2tr.de. Ich wollte wirtschaftliche Themen in Zusammenhang mit der Türkei kommentieren, die Menschen informieren und meine Erfahrungen austauschen. Mein Ziel war: Unterstreichung meines Expertendaseins als Türkei-Berater und -Analyst. Das ist mir sehr gut gelungen. Wenn man bei Google “Türkei-Berater” sucht, tauche ich unter den Top Drei mit irgendeinem Beitrag auf. Ziel erreicht!

In der Zeit beobachtete ich noch, was der Prächtige noch alles machen würde, denn den Demokratiezug hatte er, wie von ihm vor Jahren angekündigt, schon längst verlassen. Ich nahm kein Blatt vorm Mund und kritisierte alles, was krumm und schief war in der Republik. Informierte und kommentierte Themen mit meiner Sichtweise. Ohne zu merken bin ich zu einem Menschenrechtler mutiert. Eigentlich etwas sehr gutes. Ich schadete mir selber, denn als Türkei-Berater muss man Gutes berichten, damit die Investoren investieren. Ich blieb aber bei der Wahrheit. Der Türkei ging es während Erdogan nie so ganz gut. Nur der Schein stimmte und das heiße Kapital floss nur so rein. Heißt: Die Türkei und die private Wirtschaft verschuldeten sich immens und stehen heute mit einem Berg von 500 Mrd. USD Schulden da. Schulden sind nichts schlimmes, denn die Wirtschaftsnation Deutschland hat mehr Schulden, aber dem gegenüber auch ein mehrfaches an Geldern, die die Welt Deutschland schuldet. Das ist der Haken an der Türkei. Investoren ins Land holen ist okay. Wieder der Vergleich zu Deutschland. Mehr als die Hälfte der Anteile der 30 Konzerne im Deutschen Aktienindex gehört mittlerweile ausländischen Investoren: Tendenz steigend. Das ist aber insofern nicht so schlimm, denn die Deutschen sind weltweit auch überall beteiligt und außerdem profitiert die deutsche Wirtschaft davon. Es ist ein geben und nehmen, mal mehr, mal weniger und nicht immer gerecht und zum Wohle Deutschlands. Nicht so in der Türkei. Es ist nur ein geben.

Wir schreiben das Jahr 1918, denn die Türkei ist in 2019 genauso von ausländischen Mächten besetzt wie damals. Alle Schlüsselindustrien, ausnahmslos, sind in ausländischer Hand. Heutzutage muss man keine Kriege führen um Länder zu besetzen, bzw. in Abhängigkeit zu bringen.

GENAU DAS WURMT MICH. Die Menschen sehen nicht, was da passiert. Sie unterstützen einen Machtbesessenen, der nicht einmal regiert, sondern nur auf Machterhalt aus ist. Als das Osmanenreich zusammenbrach, gab es noch Asche, aus der die Türkei emporstieg. Wenn er gegangen sein wird, wird die Türkei die Knechte des Auslands abgeben, wie schon heute auch der Fall. Alles Lebensnotwendige kommt aus dem Ausland. Auf der einen Seite subventioniert er die Agrarindustrie um Stimmen zu bekommen und auf der anderen Seite hebt er die Zölle für Agrarprodukte auf, damit noch mehr Agrarprodukte aus dem Ausland importiert werden können. Seine Mission ist vom Hause aus klar. Die Türkei in Anhängigkeit bringen, dass sie nicht mehr alleine über sich entscheiden kann. Sie und einige Damen und Herren, die mich kritisieren, sind die absolute Minderheit. Deren Zahl kann ich bei meiner Leserschaft nur mit einem Prozentsatz angeben, von eine 0, vorne steht. Eher sind solche dabei die Schreiben: “Warum musst du alles in Deutsch schreiben, sollen wir uns vor den Deutschen blamieren?” Genau, der Türke lebt für seine Umgebung. “Was sollen nur die Nachbarn denken!?” Ich kritisiere und werde weiter kritisieren, ich werde weiter auf die wunden Punkte drücken, auch wenn Sie das dann Türkei-Bashing nennen, denn es gibt nicht zu beschönigen.

Ich rege mich auf, dass so viel Dummheit auf der Welt ist. Bei meinen Zusammenkünften mit Türkeistämmigen in Deutschland bin ich mittlerweile bekannt mit dem weißen Blatt Papier und dem Stift. “Schreib auf, was der Prächtige Gutes für dich und die Türkei getan hat. Lasse bitte dabei alles, was mit Steuergeldern realisiert wurde, denn das waren Dinge, z.B. Straßen- und Brückenbau etc., die gemacht werden mussten.” Was soll auch ein Regierungschef anderes tun als Geld ausgeben? Es ist ja nicht seins und irgendetwas muss er tun, den irgendwann sind wieder Wahlen. Das große Schweigen. Manche stehen auf und gehen, weil ich für sie ein Terrorist bin. Mich zu Gülen einzuordnen trauen sie sich dann doch nicht, zumal ich direkt zu Anfang feststelle: “Ich bin ich, ich verfüge über Wissen und Bildung, folglich kann ich viele Dinge bestens selber bewerten und mir eine Meinung bilden. Ich folge niemandem. Nicht in diesem Leben und einem Grundschulabsolventen der in Pensylvanien sitzt, oder einem, der eine religiöse Schule (Imam Hatip) abgeschlossen hat und einem Prunkpalast lebt, schon mal gar nicht.” Damit sind die Fronten geklärt.

Wer die Zustände in der Türkei zurecht zu biegen versucht, Dinge verharmlost und für den Machtbesessenen ist, ist ein Türkeihasser. So klar ist meine Definition. Wer von der Demokratie abgekommen ist, die Gewaltenteilung mit den Füßen tritt, ist ein schlechter Mensch.

Lassen Sie ihn weiter hochleben. Die Türkei verarmt, die Menschen verarmen an Geld und Wissen. Die Importabhängigkeit ist da, das Land besetzt und sie können sich nicht erklären, warum ich das schreibe, was ich schreibe? Eigentlich ist schade um diese lange Antwort, aber wer weiß, evtl. liest das einer, der wieder auf den rechten Weg findet.

Glück Auf, auf gute Zeiten. Zumindest für den Einzelnen von uns, den für die Türkei ist es schon zu spät.

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