Türkei: Die Inflation frisst die Sparzinsen auf

Die Zinsen sinken und sollen dafür sorgen, dass nicht nur die zurückgestellten Investitionen der Wirtschaft wieder an Fahrt aufnehmen, auch soll der Konsum angeschoben werden. Die Risiken und Unwägbarkeiten für den Unternehmer sind aber so groß, dass sich da kein Blatt bewegt. Es wird abgewartet. Worauf? Das weiß man nicht, es wird halt abgewartet.

Die Konjunktur nimmt keine Fahrt auf.

Der türkische Sparer ist in großer Not, besonders wenn man bedenkt, dass viele auf die Zinsen bauen bzw. davon leben. Das ist auch gewohnheitsbedingt, noch aus den Hochzinszeiten, wo die galoppierende Inflation Sparzinsen von 30,40,50,60 Prozent und mehr hinter sich zogen.

Eine realitätsferne Inflationsrate

Ein Problem ist, die nicht der Realität entsprechende Bekanntgabe der Inflationsrate. Dieser soll angeblich in einstelligem Bereich liegen, was niemals der Fall ist. Gefühlt und gelebt liegt dieser für den Otto-Normalverbraucher bei über fünfzig bis einhundert Prozent. Nicht ein Produkt oder Dienstleistung, wo der Preis in den letzten Jahren wieder runtergegangen ist. Wenn die Preise mal nicht steigen, so bleiben sie stabil, aber auf sehr hohem Niveau.


Die Sparzinsen lagen am 28. Juni durchschnittlich bei 22,90% p.a. und am 01. November bei 12,25%. Also weit unter der gelebten und gefühlten Inflation. Die Inflation frisst die Zinsen auf. Es ist geplant die Zinsen noch weiter herabzusetzen.

Quelle: Dunya.com
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