Deutsche Automobile am Bosporus…

“Apollo Automobile aus dem thüringischen Apolda im Großherzogtum Sachsen- Weimar-Eisenach wurden zwischen 1904 und 1927 produziert. Seit 1912 hieß dann die gesamte Fabrik ›Apollo-Werke‹ und war auf dem Markt mit preiswerten Automobilen verschiedener Größen und Pferdestärken durchaus erfolgreich.

Das Konzept der preisorientierten Apollo- Fabrikation bestand unter anderem darin, so viele Bauteile wie möglich in den eigenen Werkstätten herzustellen. Seit dem Ersten Weltkrieg wurden in den Apollo-Werken zusätzlich zu den Personenwagen dann noch Lastkraftwagen produziert. Wie diese künstlerisch gestaltete Werbeannonce zeigt, sollten die Apoldaer Automobile während des Krieges auch im Osmanischen Reich verkauft werden.

Der Kriegseintritt des Osmanischen Reiches auf Seiten der Mittelmächte im November 1914 führte dazu, daß britische und französische Produkte auf dem osmanischen Markt nicht mehr verkauft werden konnten. In diese Lücke stießen nun verstärkt deutsche sowie österreichische Angebote und hofften darauf, Briten und Franzosen auch nach dem siegreichen Ende des Krieges dauerhaft vom osmanischen Markt verdrängen zu können. Der Zusammenbruch der Mittelmächte im Herbst 1918, das daraus folgende Ende des Ersten Weltkrieges und die dramatischen Ereignisse im untergehenden Osmanischen Reich setzten den weitreichenden Pläne der deutschen Wirtschaftsvertreter und – politiker im Hinblick auf die erfolgreiche Durchdringung des Nahen Ostens ein jähes Ende. “

Danke Thomas Weiberg, Historiker, Berlin

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