10. November 1938 – Es regneten Knöpfe vom Himmel über Istanbul


…und auf einmal! Es regnen Knöpfe auf den Sarg von Mustafa Kemal Pascha als sein Sarg das Stadtteil Karaköy erreicht, den damaligen Handelszentrum der Stadt Istanbul.

Heute jährt sich der Todestag von Mustafa Kemal Atatürk, dem Staatsgründer, der die Türkei aus dem Staub, der Asche und den Schulden erschaffen hat, die die Osmanen hinterlassen hatten.

Weiter im Geschehen: Viele bunte Knöpfe in allen Größen prallen auf den Sarg. Die Menschen an den Fenstern in Karaköy schmeißen es runter. In kurzer Zeit gibt es ein Meer von lauter bunter Knöpfe.
Nur die die Knöpfe runterschmeißen, wissen worum es geht. Die anderen staunen, weil sie bis dahin so etwas nicht erlebt hatten. Später klärt sich die Sache noch auf. Es sind jüdische Türken, die ein Brauch pflegen. Sie reißen die Knöpfe ihrer Hemden und Jacken und schmeißen es hinter dem Toten, die sie verehren.
„Nach dir bin ich nie mehr wieder ganz“ soll es bedeuten.

Ich fragte meinen Freund, den bekannten Künstler Heiko David Schaldach, ob er mir zu dieser Geschichte etwas zeichnen könnte. Die Story fand er auf Anhieb gut. Er sagte sofort zu und fing für sein Bild zu recherchieren an. Nach der Recherche hatte er eine Vorstellung, wie es damals beim Begräbnis von Mustafa Kemal Pascha (erst mit dem Nachnamengesetz Atatürk genannt) zugegangen sein musste und das Bild entstand.

Auf diesem Wege Heiko David, nochmals vielen lieben Dank.

Hier ein Spruch von ihm, an dem ich euch teilhaben lassen möchte:

“Ich habe mich mein ganzes Leben als Künstler (Internationaler Karikaturist) im Dienste des Friedens eingesetzt. Meine Antwort ist als Künstler Grenzen zu überschreiten, in der Reflektion des tun’s durch Karikaturen. Was ist Menschlich? Der Mensch ist nicht zum Menschen geboren, er wird Mensch, in dem er menschlich handelt. Ihre Unmenschlichkeit zeigen ihre Taten”.

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