Die türkische Jugend und die Zukunft. Sieht wahrlich nicht gut aus.

Die türkische Jugend ist auf dem Abstellgleis, etwas anderes geben die von der Türkstat (TÜIK) erfassten Zahlen nicht her. Vor einigen Tagen berichtete ich bereits über die Altersgruppe der 15 bis 29 jährigen, von denen 1/3 weder eine Schule besucht, noch nach Arbeit sucht. Das sind 315 Jugendlichen von 1000. Noch schlimmer sieht die Situation bei den 25 bis 29 jährigen aus. Hier beträgt die Quote 36%.

Leider sieht es für die Frauen noch schlechter aus. In der Altersgruppe 15 bis 29 Jahre  beträgt die Quote 43%. Bei den 25 bis 29 jährigen 54%.

In Zahlen ausgedrückt:

“Wir wollen unser Lachen zurück!” Foto: H. Yasar Gündüz

Es gibt 17.723.000 Jugendliche zwischen 15 bis 29 Jahre. Hiervon gehen 4.506.000 zur Schule, arbeiten aber nicht. 4.506.000 arbeiten nur und besuchen keine Schule. 1.894.000 arbeiten und besuchen gleichzeitig eine Schule. Es verbleibt ein Rest von 5.732.000 die weder einer Arbeit nachgeht, noch eine Schule besucht.

Die Arbeitslosenzahlen steigen ununterbrochen. Die ca. 13%, die bekanntgegeben wurden, sind noch vom Juli. Bis Ende des Jahres dürfte die Zahl auf 17-18% klettern. Wenn die allgemeine Lage so ist, wird es mit der Jugendarbeitslosigkeit noch schlimmer kommen.

„Die Zahl der Firmengründungen ist ein positives Signal, dass er der Wirtschaft besser geht“ heißt es heute in der Schlagzeile. 7696 Unternehmen sollen im September neu gegründet worden sein und wie viele haben dichtgemacht? Funkstille! Außerdem, was nutzen die Firmenneugründungen, wenn die Arbeitslosenzahlen gleichzeitig hochklettern?

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