Der türkische Sommer. Kaum gebraucht abzugeben.

Foto von Rüstü Bozkus

Sieht man von der Wiederholungswahl für das Oberbürgermeisteramt in Istanbul im Juni ab, passierte nicht viel in diesem Sommer in der Türkei, was die Türkei hätte weiterbringen können. Wenn man von den vielen Wahlen der letzten Jahre absieht, passiert eigentlich nie was von Bedeutung in der Türkei, weder im Sommer noch sonst wann, was die Türkei weiterbringen könnte. Das Unvermögen der Regierenden und deren Desinteresse sind Trumpf. Wen interessiert schon die Türkei wo es doch um Machterhalt und Ausbeutung bzw. Selbstbereicherung von Erdogan und seinen Seilschaften geht.

Am 2. September werden die neuen Wirtschaftszahlen bekanntgegeben

Morgen werden wieder die neuen Wirtschaftszahlen bekanntgegeben. Dabei wird man womöglich die Inflationsquote, weil diese 1-2 Punkte besser ausfallen wird als die letzte bekanntgegebene Zahl, in den Vordergrund stellen. Während die Wirtschaft der Türkei im ersten Quartal um 2,6% schrumpfte, dürfte die Schrumpfung im zweiten Quartal um 1,8% ausfallen. Eine Schande, wenn man bedenkt, dass ich 5-6% Wachstum als zu niedrig kritisierte, zumal es sich bei der Türkei um ein Wachstumsmarkt handelt, wo noch so viel Potential nach oben besteht. Mittlerweile freuen wir uns wenn die Schrumpfungsquote niedriger als gedacht ausfällt. Die Inflationsquote lag im Juli bei 16,65% und da die letzten (noch) günstigen 12 Monate für den Durchschnittswert genommen werden, dürfte die August-Quote bei knapp 15,60% liegen und das bei Lebensmittel- und Energiepreisen, die in einem Jahr um 50 bis 100% und mehr stiegen. Wie das geht, wird immer ein Geheimnis der Zahlenzauberer bleiben.

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