Weg mit dem Geld! – Wie die Trickdiebe, aber in aller Öffentlichkeit

Auf die Idee muss man erst einmal kommen. Die Meldung war schon schräg genug. Im türkischen Amtsblatt stand, dass das Finanzministerium und Schatzamt der Türkei sich an ausländischen Unternehmen beteiligen dürfe. Der erste Gedanke war: „Das darf doch nicht wahr sein, was hat der Staat im Ausland verloren und dann noch in der privaten Wirtschaft?“

Während in der Türkei das Staatseigentum privatisiert wird, eher an die wenigen Günstlinge des Herrn Erdogan fast verschenkt, möchte der Staat auf der anderen Seite im Ausland sich geschäftlich betätigen!? So was geht wahrscheinlich nur bei Bananenrepubliken.

Analysten haben sich die Köpfe zerbrochen und wissen jetzt, was damit bezweckt ist. Natürlich in erster Linie die Staatskasse plündern, wie man möchte. Wer soll kontrollieren, wenn der Staat beim Unternehmen XY in Panama sich beteiligt, oder gleich eines gründet, wo doch auf der türkischen Seite nur der Präsident der Zeichnungsberechtigte ist, oder bestenfalls noch sein Schwiegersohn, der zuständige Minister für Finanzen und dem Schatzamt der Türkei.

Auf der anderen Seite kann man die angeschlagenen Unternehmen der Günstlinge von Herrn Erdogan in der Türkei vom Ausland mit Geld versorgen. Der fast Pleitier und der Staat gründen gemeinsam ein Unternehmen im Ausland. Der Staat schießt das Geld rein und der fast Pleitier benutzt den Betrag für seine Unternehmung in der Türkei. Oder, warum was riskieren. Direkt das Geld im Ausland halten ist sicherer. Betrug 2.0 vor allen Augen. Wo kein Kläger, dort kein Richter.

Türkei gehört Herrn Erdogan zu 100%. Das war schon immer so und so wird es auch bleiben, ohne Wenn und Aber. Sollte er in einigen Jahren gehen und die Türkei ausspucken, werden wir merken, da ist ja nur noch ein Kern (s. Foto).

Quelle

Kaltstart X - Das Buch von Ahmet Refii Dener

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