»Zur Sicherung des Rechtes und des Anstandes gehört die anständige Behandlung aller Menschen.« – 20. Juni 1944 und 2015

»Zur Sicherung des Rechtes und des Anstandes gehört die anständige Behandlung aller Menschen.« Ein Zitat aus der für den 20. Juli 1944 geplanten Regierungserklärung der Widerstandskämpfer gegen die Nationalsozialisten.

Des Weiteren zitiere ich mein Freund Thomas Weiberg: Heute vor fünfundsiebzig Jahren waren mutige Männer und Frauen bereit, ihre Freiheit und ihr Leben zu geben, um die Verbrechensherrschaft der Nationalsozialisten zu beenden. Auch wenn ihnen letztlich kein Erfolg beschieden war, ist ihr mutiges Handeln bis heute und besonders heute beispielhaft und darf nicht vergessen, geschmäht oder von den vielerorts wieder gehörten Verfälschen der deutschen Geschichte mißbraucht werden.

Viele bekannte und unbekannte Frauen und Männer des Widerstandes gegen das mörderische Terrorregime – das in deutschem Namen monströse Verbrechen beging, Millionen von Menschen den Tod brachte, weite Teile Deutschlands und Europas verwüstete – zahlten für ihren Mut und ihren Einsatz für ein Leben in Freiheit sowie ein der Menschlichkeit, des Rechtes und der Moral verpflichtetes Vaterland den höchsten Preis, den wir geben können – das Leben. Andere wurden gefoltert, eingekerkert und konnten erst in letzter Minute durch das Ende der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft dem Tod entrinnen. Wieder andere versteckten sich in steter Angst, verraten und entdeckt zu werden. Viele der Überlebenden trugen schwere Verwundungen an Leib und Seele davon…

Des Mutes, der Einsatzbereitschaft und der Hoffnungen der Frauen und Männer des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus eingedenk, sollten wir an diesem Tag in tiefer Demut einen Moment innehalten und… (Den Satz mag jede und jeder so vollenden, wie er für das eigene Sein im Jahr 2019 richtig erscheint.)

Sie weilen nicht mehr unter uns.

20. Juli 2015

In Suruç /Türkei, an der Grenze zu Syrien detonierte am Morgen des 20. Juli 2015 eine Bombe, bei dem Anschlag auf türkische Jungsozialisten, wurden 32 Menschen getötet und 100 verletzt. Weitere Anschläge und Attentate folgten. Im Oktober 2015 sollten weitere 107 Menschen bei einem Bombenanschlag am Hauptbahnhof von Ankara ums leben kommen. Diese Terrorakte fanden nach dem Referendum im März 2017, als Herr Erdogan die Verfassungsänderung, durch ein Referendum, in trockenen Tüchern hatte, ein Ende. Auffallend war bei den Anschlägen, dass zum Zeitpunkt der Detonationen kein einziger Polizist, auch nicht in Zivil in der nähe des Anschlagsortes war, wo es doch in der Türkei vor Polizisten nur so wimmelt, wenn es zu Menschenansammlungen kommt. Die Schuldigen sind unter uns!

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