VW-Werk Türkei rückt näher

Das ist der Grundtenor bei den Meldungen, wenn es um den neuen Standort des VW-Werks geht. Im Rennen waren und sind Bulgarien und die Türkei. Dass ich mich etwas vorsichtig ausdrücke, hat lediglich damit zu tun, dass eine offizielle Mitteilung seitens VW noch fehlt.

Derzeit wartet man wohl auf weitere Zusagen der Regierung, dass die Konsumsteuer gesenkt wird. Diese können bis zu 41% des Gesamtpreises ausmachen. Die Senkung vom Konsumsteuer nur auf VW zugeschnitten, wäre ein Unding und würde zu Wettbewerbsverzerrung führen. Dennoch hat man dieses auf früher praktiziert. Als Hyundai ein neues Werk bauen wollte, steuerte der Staat fast die nötigen 2 Mrd. USD bei. Dieses geschah dadurch, dass bis zur Erreichung dieses Betrages bei den Importen von Hyundai-Fahrzeugen, auf jegliche Steuern und Zölle verzichtete. Am Ende aber investierte Hyundai diesen Betrag nicht und erweiterte die Produktion in Izmir mit nur 200 Millionen USD.

Der Staat tut weiter so als würde sie aus dem Vollen schöpfen, aber auf der anderen Seite braucht man dringend Positivnachrichten, koste es was es wolle.

Wie man hört soll VW außerdem auf den türkischen Staat setzen. Denn die höheren Beamten fahren gerne Passat. Die Limousine sieht nach mehr aus und darum geht es den Leuten. Mehr Schein als Sein.

Menschenrechtsfragen spielen in diesem Fall keine Rolle, zumal VW jetzt schon in den Ländern produziert, wo die Menschenrechte kaum zählen.

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