Die türkische Industrie bekommt weiteren Stromschlag

Die türkische Industrie wurde hart bestraft, was die Strompreise angeht, denn die Preissteigerung betrug 40%. Das war aber letztes Jahr. Zum 1. Juli dieses Jahres gab es abermals eine Steigerung von 15%. Somit ist der Industriestrom in den letzten 15 Monaten um 130% teurer geworden. Einige Industrieverbände vermelden, dass die Katastrophe an sich die Tatsache ist, dass man zum Monatsende, wenn der tatsächliche Stromverbrauch feststeht, erst über die Stromrechnung erfährt, wie hoch die Stromkosten ausfallen. Je nachdem zu welchem Preis die Stromanbieter ihren Strom einkaufen, legen sie auch die kW/h Preise fest.

Die Industrieunternehmen meutern. Wie sollen sie mit einer unbekannten Größe, in diesem Fall dem Strompreis, kalkulieren?

Laut den OSB’s, das sind die organisierten Industriegebiete, betrug der kWh Preis im März letzten Jahres 0,23 TL (ohne MwSt.). Zum Juni 2019 beträgt der Preis mittlerweile 0,53 TL.

Unternehmen, die energieintensiv produzieren, sollen nicht mehr in der Lage sein auf Anfragen schnell zu reagieren. Sie würden, um das Risiko beim Strompreis aufzufangen, solch einen dicken Puffer in die Preise einbauen, dass sie nicht mehr konkurrenzfähig wären.

Quelle: Dünya

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