Türkei-Islam-Glücksspiele? Da stimmt doch was nicht!

Der politische Islam in der Türkei ist soweit vom Islam entfernt, wie das Schwarze Loch vom verschollenen Atlantis. 99% der Bevölkerung sind Muslime. Auch wenn im Islam so ziemlich alles verboten ist, ist das Glücksspiel strengstens verboten. In der Türkei wird das Glücksspiel beworben und weiterentwickelt, denn die Einnahmen für den Staat sind nicht zu verachten. Grundsätzlich werden von den Einsätzen mindestens 50% für den Staat als Steuer zurückgehalten. 100% einsetzen und hoffen aus dem Pool, wo dann nur noch 50% drin sind, etwas zurückzuholen.

Lotto, Staatslotterie & Co. sind für Leute, die mal in der Schule schlecht in Mathematik waren. Egal, in der Türkei hat der Staat das Wettmonopol. Die Lizenzen der Staatslotterie (Milli Piyango) hat für 47 Jahre der Asset-Fonds der Türkei. Darin sind mittlerweile alle türkischen Werte, die dann als Sicherheit für irgendwelche Finanzierungen dienen. Darüber bestimmt nur der Alleinherrscher, auch wenn der Asset-Fonds einen Geschäftsführer Namens Zafer Sönmez hat. Dieser sagte, dass man mit den ausländischen Wettanbietern und Investoren Gespräche führen würde, die sich an der Staatslotterie der Türkei beteiligen wollten, oder komplett für 47 Jahre übernehmen. Somit könnte der Umsatz auf das zehnfache steigen. Die Türken würden erst 0,1% des Volkseinkommens für Wetten einsetzen, dieses könne man locker auf 1% steigern. Wenn ich so etwas höre, kann ich nicht ernst bleiben. Ich möchte herausschreien: “Es lebe der Islam in der Türkei!” In wenigen Tagen geht der Ramadan-Monat los. Selbst in so einem Monat macht man keine Pause mit den Glücksspielen. Da fällt mir immer ein Freund in Köln ein, der zu Ramadan, wo er fastete, mich darum gebeten hatte seinen Pferdewettschein an der Kasse für ihn abzugeben. Somit genügte er den Regeln des Islam. Wer es glaubt wird selig.

Demnächst sollen auch die Pferderennen privatisiert werden, die schon seit jeher enorme Mengen Geld in die Kassen des Staates spülen. Wenn die AKP Anhänger mal fragen würden, wie das möglich ist in einem islamischen Land, dürften sie morgen schon keine Erdogan-Anhänger mehr sein. Wenn sie denn mit dem Islam ehrlich meinten.

Titelfoto: Royal Youmzain siegt unter Eduardo Pedroza im Ittlingen Derby-Trial – FrŸhjahrs-Preis, Gr.3 am 03.06.2018 Renntag in Baden-Baden. Copyright by Marc Ruehl

Quelle: Dunya

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