Türkei: Devisenbewegungen nur noch mit eintägiger Verzögerung möglich

Die türkische Bankenaufsicht BDDK seit heute eine eintägige Verzögerung bei Devisengeschäften für Einzelpersonen eingeführt.

Devisenkauf, ab einem Betrag von 100.000 USD (ca. 90.000 EUR) sollen ab heute mit eintägiger Verzögerung durchgeführt werden. Davon sollen nur Einzelpersonen, aber nicht die Unternehmen betroffen sein.

Angeblich soll diese Maßnahme zur Stabilisierung der Finanzmärkte führen. Wer 2 + 2 zusammenrechnen kann, wird schon ahnen, worum es eigentlich geht. Natürlich kann man auf spekulative Devisengeschäfte so besser reagieren, sogar eine Riegel vorschieben. Einige Investoren werden sich kontrolliert fühlen und gänzlich raus bleiben und außerdem, die Spekulanten agieren zumeist über Unternehmen und seltener als Einzelperson.

Ich möchte dabei eines in Erinnerung rufen. Es gibt Phasen, wo der Alleinherrscher alle die Devisen kaufen, zu Terroristen erklärt. So kann ein Devisenkauf ab 100.000 USD (oder andere Währungen) leicht mit Gefängnis gleich zu setzen sein.

Verlautbarung der BDDK

Interessant ist, dass die Verlautbarung, wo es doch um ausländische Währung geht, nur in Türkisch gibt. Wer in der Türkei lebt und Ausländer ist… Hmm, not so good!

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