Die Marionette soll der OB von Istanbul werden

Binali Yildirim, der OB-Kandidat der AKP ist ein sogenannter ‚Universal Soldier‘ und treuer Gefolgsmann vom Alleinherrscher der Türkei. Er ist auch Gründungsmitglied der AKP. Den Namen ‚Binali‘ gab ein alevitischer Nachbar seiner Familie, heißt es. Binali bedeutet ‚Der Sohn von Ali‘ obwohl, die erste Silbe des Namens ‚Bin‘ separat betrachtet ‚Tausend‘ bedeutet. War das eine Art Vorbestimmung, dass er tausendfach in verschiedenen Positionen einzusetzen ist, der Tausendali.

Er war in vier Legislaturperioden, 11 Jahre am Stück, Verkehrsminister. Als Erdogan zum Alleinherrscher wurde, besetzte er den bedeutungslos gewordenen Posten des Ministerpräsidenten. Anschließend stellte er sich als OB-Kandidat für Izmir auf. Im säkularen Izmir hatte er natürlich keine Chance. Da er arbeitslos geworden war, wurde er Parlamentspräsident. Anschließend war er der OB-Kandidat von Istanbul und verlor auch hier, bis sein Souffleur Erdogan mit Druck auf die Wahlkommission erreichte, dass die OB-Wahlen in Istanbul wiederholt werden. Jetzt ist er abermals der Kandidat der AKP für den Oberbürgermeisterposten in Istanbul. Die Aussichten diesmal zu gewinnen sind denkbar schlecht, aber sein Meister und Souffleur könnte dennoch etwas drehen, dass er es doch schafft.

Sein Souffleur wird diesmal nicht soufflieren. Denn er wird bis zu den Wahlen am 23. Juni, an 44 Tagen 39 Wahlmeetings durchziehen. Der Präsident kämpft um den Oberbürgermeisterposten in Istanbul. Er ist sogar darauf angewiesen. Sonst können all die Organisationen, die den politischen Islam nähren, nicht mit Geld bedient werden.

Yildirim hat keine eigene Meinung zu haben. Bis jetzt hat immer seiin Meister für ihn gedacht und gesprochen. Sagte er mal etwas von sich aus, lieferte er immer wieder Steilvorlagen zur Volksbelustigung. Das Highlight war, als er einige türkische Wörter an einer Mittelschule, nicht richtig auf die elektronische Tafel schreiben konnte.

Hier noch ein Absatz aus Wikipedia, über sein Werdegang zum Staunen: „Yıldırım absolvierte ein Studium zum Schiffbauingenieur an der Fakultät für Schiffbau und Meerestechnik der Technischen Universität Istanbul. Seine Fachausbildung erhielt Yıldırım an der Weltschifffahrts-Universität in Malmö. An derselben Universität war er Assistent und Forschungsmitarbeiter. Yıldırım arbeitete auf der Camialtı-Werft und war in verschiedenen Führungspositionen in der Generaldirektion für Schiffbauindustrie. Er war Generaldirektor der Meeresbusse Istanbul (İstanbul Deniz Otobüsleri, İDO). Er wurde in das Führungsgremium der Weltschifffahrts-Universität gewählt.

Im November 2017 wurde bekannt, dass es Verstrickungen der Söhne Ahmet und Erkan Yıldırım in den Paradise Papers gibt.“

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