Schön zu wissen, wo der Hammer hängt

Grotesker geht es mehr kaum. Wie nach jeden Wahlen übermittelte die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu die Wahlergebnisse und zwar je nach dem wie viele Wahlurnen gezählt wurden. Gerade bestätigt der Direktor der staatlichen Wahlkommission YSK, dass in Istanbul der CHP Kandidat vorne liegt (eigentlich müsste es heißen, er hat gewonnen, aber dazu traut er sich doch nicht), er bestätigt aber auch, dass die Anadolu Nachrichtenagentur die Zahlen, die die ganze Wahlnacht veröffentlicht wurden, nicht von der YSK hat.
“Wir wissen nicht, woher die Anadolu Nachrichtenagentur die ganzen Zahlen hatte, jedenfalls nicht von uns.” Klare Ansage!

So ist das, wenn die Faschisten an der Macht sind und ein Rest von demokratischen Strukturen noch existieren. Was nun?

So ohne weiteres können die AKPisten Istanbul, trotz verlorener Kommunalwahl, nicht aufgeben. Somit hätten sie nämlich nicht nur Istanbul, Ankara, Izmir, Antalya, Adana verloren, sondern noch so viele weitere Städte, dass alle zusammen 80% der Wirtschaftsleistung der Türkei ausmachen.

Somit steht der Alleinherrscher wie ein Dorfvorsteher da und das geht mit seiner narzisstischen Persönlichkeitsstörung schon mal gar nicht. Was kann jetzt noch passieren, wie wird er reagieren? Wer ihn kennt weiß, das wird er so nicht akzeptieren.

Noch schlimmer wird es für die Wirtschaft aussehen, die man nicht aus den Augen verlieren darf, zumal derzeit alles den Bach runter zu gehen droht. Wer hat aber jetzt noch Kopf dafür? Kann man ein Land wie die Türkei, wo alle Metropolen in der Hand der Opposition sind, noch regieren?

Für mich waren es wundervolle Kommunalwahlen. Zu wissen, dass sie da sind, die Menschen mit dem gesunden Menschenverstand. Jetzt weiß die AKP wo der Hammer hängt.

Quelle: Dunya

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