Inflation bei Obst und Gemüse 70,69%

Die März-Zahlen der Türkstat (TÜIK) zeigen auf, dass die Inflation weiterhin steigt. Von Februar auf März stieg die Inflation um 1,03% und im letzten Quartal um 2,27%, auf knapp unter 20%. Die Inflationstreiber sind die Frischobst- und Gemüsepreise. Diese stiegen in einem Jahr um 70,69%. Allein im letzten Quartal stiegen die Preise bei Frischobst und -Gemüse um 44,03%.

Alle, die sich dazu äußern, dazu zählt auch die Zentralbank sagen, dass diese Positionen die Steigerungen der Inflation hauptsächlich ausmachen und zu bekämpfen sind.

Dabei gehen die Obst- und Gemüsepreise weltweit runter. Ankara muss die Agrarwirtschaft vorrangig in den Fokus nehmen und deren Probleme angehen. Das geht natürlich nicht, wenn man weiter und immer mehr importiert und nur über die Kommunalwahlen in Istanbul spricht. Noch gestern bestätigte Ankara, dass die Einfuhrzölle für Zwiebel um weitere drei Monate auf ‚Null‘ gestellt sind. Die Menschen klagen, dass die Zwiebeln winzig und schon längst verdorben in der Türkei ankommen und keinen Abnehmer finden.

Die Verkaufsstände der Städte für Obst und Gemüse hat man direkt am Wahltag demontiert. Das sind Einmalaktionen, die dem Steuerzahler nur Geld kosten und keinerlei Vorteile bringen.

Die Bauern müssen anfangen zu produzieren und dabei Geld verdienen. Neue Zucht- und Ernteverfahren müssen übernommen werden, damit die Ergiebigkeit des Bodens steigt.

Klingt gut und das sagen alle. Was macht die Regierung? Sobald die Preise einer Produktgruppe steigt, werden Importe erlaubt. Wer den weltgrößten Flughafen besitzt und vor Stolz platzt, aber auf der anderen Seite, Kartoffeln und Zwiebel importieren muss, den kann man getrost in der Pfeife rauchen.

Bild von maja7777 auf Pixabay

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