Türkei: Wie viel Devisenreserven hat die Zentralbank noch?

Der Wirtschaftsjournalist Alaattin Aktas fragte sich, wie hoch die Devisenreserven der Türkei wären und schaute in die Kasse der Zentralbank. Nein, das geht so nicht. Die Devisenreserven werden rechnerisch ermittelt. Ohne jetzt ins Detail gehen zu wollen, hat Aktas die gängigsten zwei Verfahren, zur Ermittlung der Devisenreserven der Zentralbanken angewandt. Natürlich hat die Zentralbank mehr Geld in der Kasse als ich hier erwähnen werde, aber bei den real vorhandenen Devisen weiß man nicht, wem sie gehören und welche Verpflichtungen der Zentralbank noch davon bedient werden müssen. Das Geld ist lediglich in den Tresoren der Zentralbank.

Am 21. März betrugen die Devisenreserven der Zentralbank 28,4 Milliarden USD. Zieht man davon die Gold-Sicherheiten ab, bleiben 16,5 Milliarden USD Reserven. Manche Analysten sagen, da die Zentralbank gegenüber dem Staat verpflichtet ist, wenn nötig Devisen zu beschaffen, könnte man den Gesamtbestand als Reserve sehen. Darüber kann man streiten. Hält man die Einlagen des Schatzamtes draußen, hat die türkische Zentralbank nur 9,8 Milliarden USD Reserven.

Es sind unterschiedliche Betrachtungsweisen bzw. Rechenverfahren. So sind 16,5 genauso richtig, wie auch 9,8 Milliarden USD. Beide zusammen haben einen gemeinsamen Nenner. Es ist die bittere Wahrheit, dass die Zentralbank kaum mehr Spielraum hat auf Devisenkursentwicklungen einzuwirken. Seit dem 1.1.2019 sind 10 Mrd. USD irgendwohin stellt Aktas fest und spekuliert, dass diese Situation einigen mehr Leuten aufgefallen sein könnte, dass deshalb die Devisenkurse seit einigen Tagen in die Höhe schießen.

Sollte die Zentralbank der Türkei durch Devisenverkäufe dem Sturz der türkischen Lira Einhalt gebieten wollen, so wird das zur weiteren Schrumpfung der Reserven beitragen und sonst für nichts gut sein.

Quelle: dunya, Ali Aktas

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