Türkei: Der Staat entscheidet, was in die Regale kommen darf.

Der Staat greift in alle Bereiche des Lebens und des Marktes weiterhin ein, in der Türkei. Heute teilt die Handelsministerin Pekcan mit, dass die Einzelhandelsketten nicht mehr so viele Eigenmarken im Regal haben dürfen. Die Reglementierung darüber wird in den nächsten Tagen wohl kommen. Andere Marken, vor allem regionale Produkte sollen in den Regalen ihren Platz einnehmen und mehr Chancen erhalten.

Bild von Igor Ovsyannykov auf Pixabay

Nur wenn die Produzenten im eigenen Lande stark wären, könnten sie auch die Exportmärkte bedienen. Gute Feststellung. Auf der anderen Seite vergisst die Dame, dass ihr Ministerium die Zölle von Agrarprodukten aufhebt und die türkischen Bauern in den Ruin treibt. Die sonstigen Lebensmittelmarken zu fördern bedeutet eher, die Multis zu fördern, denn sie sind besser am Markt aufgestellt als der kleine Produzent, der von vielen Zwischenhändlern abhängig ist. Außerdem, die Eigenmarken der Ketten sind qualitativ nicht schlechter, nur günstiger.

Mit solchen Eingriffen in die Wirtschaft ist niemandem gedient. Gerade im Hinblick auf die ausländischen Investoren, auf die man hofft, sind das abschreckende Beispiele. In solchen Dingen sollte sich der Staat raushalten.

Quelle: Dünya

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