Nur 5% nach internationalen Standards versichert!

Nach den vorliegenden Buchungen für die Urlaubssaison 2019 zu beurteilen, wird die Türkei ein Rekordjahr haben. Das wird auch die Boots- und Schiffbetreiber freuen, die an den Küsten ihre Touren anbieten. Es gibt zweitausend davon und gerechnet wird mit 20 Millionen Touristen, die davon gebraucht machen werden.

Jetzt kommt der Haken an der Geschichte. Laut dem Geschäftsführer der P&I Versicherungen Ufuk Teker sind nur 5% der Schiffe/Boote, den internationalen Standards entsprechend versichert. Er sagt, dass die Eigner bzw. Betreiber darauf bauen würden, dass nur wenig Unfälle passierten. Auf der anderen Seite kann ein einziger Unfall schon den Ruin des Unternehmens bedeuten.

Laut den Aussagen von Teker ist die Versicherung nicht teurer als die für ein Minibus.

Ein Schiff, das am Tag von 100 Touristen befahren wird, müsste normalerweise mit einer 40 Mio. USD Deckung fahren. Die Versicherung hierzu würde ca. 1.500 USD/Jahr kosten.

So sind die meisten Schiffe bzw. Gäste, im Schadenfall, unterversichert. Auch passiert es oft, dass die Fahrgäste versichert sind, aber im Schadenfall kaum Rechte geltend machen können, sagt Teker.

Silvia Özsarsılmaz, die in Bodrum-Bitez mit ihrem Mann ein Schiff betreibt sagt dazu, dass es wie bei Autoversicherungen ist. Mal gibt es Vollkasko, mal Teilkasko, aber auch abgelaufene Versicherungspolicen.

Die Zuständigkeiten wären bei zwei Ministerien. Während die Tourismusbescheinigungen vom Tourismusministerium ausgestellt werden, so wird die Inbetriebnahme- und Betreibergenehmigungen vom Transportministerium ausgestellt. Da beide nicht aufeinander abgestimmt wären, gäbe es Grauzonen. So würden auch die am Bosporus verkehrenden Schiffe, die manchmal pro Fahrt bis zu 700 Personen transportierten, ohne ausreichende Versicherung fahren. Auch würden die ständigen Wahlen dazu führen, dass die Stellen in den Behörden ständig neu besetzt werden würden, so dass die Angelegenheit nicht im Detail geklärt werden kann.

ÖZSARSILMAZ1 Yacht – Bodrum/Bitez

Quelle: dunya-online

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