Çimsa kauft Zementwerk in Spanien

Die türkische Kordsa von der Sabanci Gruppe kaufte zuletzt in den USA fünf Unternehmen. Jetzt hat die Gruppe sich Richtung Spanien gerichtet. Die Çimsa Çimento kaufte in Spanien, der CEMEX Gruppe (zweitgrößter Zementhersteller der Welt) zugehörige Bunol Werke. Wie professionell man vor dem Kauf agierte, konnte man daran feststellen, dass die Website von Cimsa, Wochen vorher, in Spanisch existierte. Das spanische Unternehmen soll mit der modernsten Technologie ausgestattet sein und stellt Weißzement her. Für die Übernahme soll Çimsa 158 Millionen EUR bezahlt haben. Die Sabanci Gruppe ist seit 50 Jahren im Zementgeschäft vertreten und zählt, nicht erst seit dieser Übernahme, zu den führenden Zementherstellern der Welt.

Çimsa ist seit einigen Jahren dabei, den Vertrieb in Nord-Afrika und Süd-Amerika zu erweitern.  Mit der Übernahme von Bunol in Spanien steigert Çimsa Çimento die Kapazitäten bei Weißzement um 40% und dürfte in dieser Sparte somit das weltgrößte Unternehmen sein.

Es ist natürlich erfreulich zu sehen, mit welchem Weitblick die Unternehmen wie Sabanci oder Koc weltweit agieren. Auf der anderen Seite gibt es sehr viele Familien-Mischkonzerne (-Konglomerate), die in der Türkei so ziemlich alles an Werken abstoßen und das Geld ins Ausland schaffen bzw. geschafft haben. Das was sie in der Türkei noch besitzen, haben sie umfinanziert. Somit lagert das Risiko auf den Schultern der türkischen Staatsbanken. Solange man in Unternehmen investiert, stimmt die Optik, dass es sich dabei um Expansion handelt. So trennt sich z.B. die Dogus-Gruppe von den meisten Unternehmen in der Türkei und der Eigentümer persönlich kauft Hotels und Yachthäfen im Ausland. Es soll aber in keinster Weise ein Schatten auf die Expansionen von der Sabanci Gruppe werfen. Die Gruppe ist seit jeher International aufgestellt und bodenständig dazu.

OYAK Gruppe kaufte bereits im letzten Jahr Zementwerke

Eine andere Unternehmensgruppe, nämlich die Oyak kaufte letztes Jahr ebenfalls Zementwerke im Ausland. Der Verkäufer war die brasilianische Intercement. Die Werke, insgesamt vier, waren in Portugal und auf den Kap Verde Inseln. Dabei kaufte man auch den Grund und Boden sowie die Seeterminals mit. Für den Deal zahlte Oyak 2018 ca. 700 Millionen Euro.

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