Brief an die Mütter der gefallenen Soldaten

Heute ist ein besonderer Tag im Kalender eines Türken, eines Briten, besonders eines Australiers und Neuseeländers. Der ANZAC DAY.

Von der Schulbank in den Krieg.

Der 18. März ist der „Tag der gefallenen Soldaten“. In der Türkei hängen die Flaggen auf Halbmast (zumindest war das zu Zeiten vor Herrn Erdogan so). Auch wenn es heißt: ‚Tag der an den Dardanellen gefallenen Soldaten‘, so wird doch an alle Gefallenen der Kriege gedacht. In den Schulen finden Gedenkfeiern statt, die Kinder tragen Gedichte vor und es wird nicht nur am Beispiel der Schlacht um die Dardanellen daran erinnert, wie schwer das Land verteidigt und zurückerobert worden ist. Das Foto soll sinnbildlich das darstellen, was ablief. Frauen, Kinder und eine schlecht ausgerüstete Armee in Unterzahl haben es vollbracht. Heute, nach dem die Gene mutiert sind und manche Türken anders denken und handeln, so sollte dieser Tag, der 18. März 1915, die Türken daran erinnern, was sie zu leisten im Stande sind bzw. waren.

Brief an die Mütter der gefallenen Soldaten

Als die Mütter, der in Çanakkale gefallenen Anzak-Soldaten, Mustafa Kemal baten, die sterblichen Überreste ihrer Söhne nach Australien und Neuseeland zu entsenden, verfasste Mustafa Kemal Pascha (damals noch nicht Atatürk genannt) einen Brief. An dem Atatürk Denkmal in Australien sind die folgenden historischen Worte von Atatürk an die Anzak-Mütter verewigt:

„Ihr Helden, die ihr Blut vergossen und ihr Leben ließen… nun liegt ihr in dem Boden eines freundlichen Landes. Darum ruhet in Frieden. Da gibt es keinen Unterschied zwischen den Johny‘s, und den Mehmet‘s, dort wo sie Seite an Seite in diesem unserem Lande liegen… Ihr, die Mütter, die ihre Söhne aus weit entlegenen Ländern schickten, wischt weg eure Tränen. Eure Söhne liegen nun an unserer Brust und sind in Frieden. Ihr Leben in diesem Land verloren zu haben, machte sie genauso zu unseren Söhnen.“

Atatürk sagte mal: “Wenn die Grenzen und die Souveränität eines Landes nicht in Gefahr sind, ist Krieg Mord.” Basierend auf diese goldrichtige Feststellung muss man sich fragen: Was suchten die Australier und die Neuseeländer in der Türkei?

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