“35 Millionen USD: In der Wüste regnet es Geld”

Als ich die Überschrift in einer Pressemitteilung las, musste ich an die TV-Nachrichtensendung von gestern Abend denken. Dort bat man um Spenden für die notleidende Bevölkerung in Jemen. Der o.g. Betrag wird an die Besitzer der Pferde an einem einzigen Renntag am kommenden Samstag, auf der Rennbahn in Meydan, in nur neun Rennen ausgeschüttet. Die herrschende Maktoum-Familie und die Sponsoren machen es möglich.

Die Machthaber dieser Welt, die über den Waffeneinsatz entscheiden, würden in der Industrie sicher sofort gefeuert werden. Die türkische Armee z.B. feuert seit über einem Jahrzehnt Raketen gegen die PKK in den Bergen. Die Berge würden bitter schreien und weinen, wenn sie denn könnten, denn nur sie werden getroffen. Mehr ist auch nicht gewollt. Sollten versehentlich mal einige Terroristen umkommen, so bleibt es ein Nebeneffekt vom Eigentlichen. Denn es geht rein um Einsatz und Verbrauch Munition und militärischem Gerät, damit nachgeliefert werden kann. Nachdem für Hunderte von Millionen Euro Raketen und Munition verschossen wurden, so ist das zumindest in der Türkei, berichtet man von einigen wenigen toten Terroristen. Das nenne ich mal eine Relation.

Nicht anders sieht es auf der Nahost- und Jemen-Arena aus. Hier nochmals zur Erinnerung aus Krieg-im-Jemen.de : „Seit dem 26.März 2015 leiden die Menschen im Jemen unter der Geißel eines absurden Krieges. Ein illegaler Krieg, der ausgelöst wurde von einer arabischen und internationalen Koalition, angeführt von Saudi-Arabien. Ein Krieg, der Kinder und Frauen tötet und vertreibt und die Infrastruktur eines ganzen Landes systematisch zerstört. Eine kritische Berichterstattung über den Völkermord im Jemen und die Rolle der internationalen Koalition inkl. den USA, Frankreich, Großbritannien und Deutschlands dabei, findet in internationalen wie deutschen Haupt-Medien kaum statt und die UNO schaut sprachlos zu. Das sind Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die niemals verjähren und die niemals vergessen werden dürfen!“

Die Waffenhersteller müssen und werden leider immer wieder Krisenherde schaffen und Kriege initiieren, denn sonst bleiben sie auf ihren Produkten sitzen. Vorgestern schrieb ich dazu, dass die IS nicht besiegt sondern lediglich die Show abgesagt wurde.

Bild von kai kalhh auf Pixabay
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