Osman Kavala schreibt aus dem Gefängnis – 15 Monate ohne Anklage

Der Menschenrechtler, Unternehmer und Philanthrop Osman Kavala schrieb aus dem türkischen Gefängnis:

„Seit nunmehr 15 Monaten sitze ich ohne eine Anklage im Silivri-Gefängnis. Diese 15 Monate kann man auch so deuten, dass ich ohne ein Gerichtsverfahren bereits verurteilt wurde.“

Folgende Zeilen kommen in dem Brief, welches in der türkischsprachigen BBC veröffentlicht wurde vor:

„Ende Januar werde ich 15 Monate Gefängnis hinter mich gebracht haben. Bis heute warte ich immer noch auf eine Anklageschrift. Bis heute bin ich von der Staatsanwaltschaft nicht ein einziges Mal verhört worden. 19 Anträge auf Freilassung wurden, ohne mich einmal gehört zu haben, abgelehnt.“

Osman Kavala sagte weiter, dass er im 2. Monat nach seiner Festnahme, eine Beschwerde an das Europäische Gerichtshof für Menschenrechte geschickt hätte. Dieser hat das Justizministerium der Türkei um eine Stellungnahme gebeten und einen Frist bis zum 10. Januar 2018 (das war vor einem Jahr!!!) eingeräumt. Nach Ablauf der Frist soll das Juztizministerium in Ankara, eine Fristverlängerung beantragt und bekommen haben. WIE LANGE und BIS WANN? Sind das die europäischen Standards? 

DAS EUROPÄISCHE GERICHTSHOF FÜR MENSCHENRECHTE WOLLTE DEN FALL KAVALA IN EINEM BESCHLEUNIGTEN VERFAHREN ABHANDELN. SCHON VERGESSEN!D

In der ersten Pressemitteilung seitens des Staates hieß es, Kavala hätte die Absicht gehabt, die Regierung zu stürzen. Wenn alles klar und eindeutig wäre, würde auch die Anklageschrift schon längst existieren.

Das europ. Gerichtshof wartet immer noch auf eine Stellungnahme seitens der Türkei. WIE LANGE MÖCHTE MAN NOCH WARTEN?

In seinem Schreiben sagt Kavala noch sinngemäß: „Wenn die Europäer diese u.ä. Fälle so lasch angehen, werden in der Türkei noch viele ohne Grund, je nach Lust und Laune verhaftet werden.“

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