Döner macht schöner, aber wo ist der Gyros geblieben?

Früher gab es an jeder Ecke in Deutschland ein Gyros Laden. Diese haben dem Döner platz gemacht. So ganz bewusst ist mir nicht, wann das passierte. Ich glaube in den 80er Jahren gab es in Deutschland noch keinen Döner.

Die Türken und die Griechen sind zwei Nachbarvölker, wie sie unterschiedlicher und doch zugleich ähnlicher nicht sein könnten.

Griechischer oder türkischer Mokka? Griechischer oder türkischer Joghurt? Alles was Griechisch ist, ist auch Türkisch und umgekehrt.

Ich musste erst einmal nachlesen und erfahren, dass Gyros aus geschichtetem und mariniertem Schweinefleisch gemacht wird. Die Erfindung des Döners lassen wir mal weg. Solche Dinge wurden in der Türkei selten genau registriert, nur so viel, in Berlin ist es definitiv nicht erfunden worden.

Die Osnabrücker Zeitung soll mal (2017) ermittelt haben, dass in Deutschland in der Sekunde 7 Portionen Döner und 25 Portionen Currywurst gegessen werden.

Iskender – Der Feinschmecker bestellt so etwas natürlich nicht nach Hause.

Döner wird in der Türkei zumeist mit Pita, Weißbrot, oder auf Reis serviert, die Variante mit Tomatensauce, heißem Butteraufguss und Joghurt, nennt man Iskender. Die Variante mit Döner-Komplett, wurde definitiv in Deutschland kreiert. In der Türkei wäre man geschockt bei so einer Bestellung. Bei Döner-Komplett, würde man wahrscheinlich den Döner vom Spieß nehmen und einpacken.

Übrigens, beide Gerichte beziehen sich vom Namen her – „gyro“ und „dönmek“ – auf die Art der Zubereitung und des Servierens: am Grillspieß gedrehtes Fleisch. Mein Pech natürlich, dass mein Name Dener dem Döner ähnelt. Da der Name in der Türkei kaum vorkommt, hält man sich lieber an Döner fest und sorgt dafür, dass mir das Wasser im Mund zusammenläuft.

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