Türkei: Wo Unrecht und Korruption Immunität genießen.

Heute ist der ‘Tag der arbeitenden Journalisten’. Den Tag hat man mit dem Zusatz ‘arbeitenden’, treffend betitelt, denn in der Türkei können die Journalisten, ich meine die wahren Journalisten, mit Rückgrat, kaum arbeiten. Ich denke, die bei den parallel geschalteten Medien werden sich dennoch als Journalisten feiern.

Gestern hatte bereits der Präsident, weitab jeglicher Realität, ein Bild des Journalismus und der Medien, in der Türkei gezeichnet.

Vor zwei Tagen wurde die DW-Journalistin, ehemalige Wirtschaftsjournalistin von Cumhuriyet, Pelin Ünker, zur einem Jahr Haft und Geldstrafe verurteilt worden. Ihr vergehen war, sich als investigativ Journalistin zu betätigen.

Ünker war dabei Spuren zu türkischen Firmen mit Sitz in Malta gefolgt. Einige führten zu den Söhnen von Binali Yildirim, dem damaligen Ministerpräsidenten. Binali Yildirim und seine Söhne sollen dadurch diffamiert worden sein.

In der Ära Erdogan ist das die Regel. Korruption scheint etwas Heiliges zu sein, dass man die Fälle niemals verfolgen darf. Anträge, Korruptionsvorwürfe, Gewalt gegen Kinder- und Frauen, alles Unrecht, in zu bildenden parlamentarischen Kommissionen zu untersuchen, wird mit den Stimmen der AKP immer niedergeschmettert. Unrecht darf nicht angetastet werden.

Vieler Worte muss man nicht verlieren. Ihr wisst, was da abgeht in der Türkei und lest dazu, dass was der Meister gesagt hat, dann wisst ihr Bescheid, wie verloren die Türkei ist.

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