Türkei: Religion auf dem Rückzug

Konda-Meinungsforschungsinstitut aus der Türkei, hat eine Studie zum sozialen Wandel in der Türkei veröffentlicht. „Wie hat sich die türkische Gesellschaft in den letzten 10 Jahren verändert?“ lautet die Studie.

Es gibt überraschende Ergebnisse zu vermelden. Das Buch von Michael Blume hieß „Islam in der Krise“, mit dem Untertitel: „Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug“. Zumindest in der Türkei ist der Islam, laut dem Ergebnis von Konda, aber auch auf eigene Informationen basierend, auf dem Rückzug. Die religiösen Imam-Hatip-Schulen im ganzen Land, haben nicht den von der Regierung erhofften Zulauf. Auch, wenn die Zahl der religiösen Menschen in der Türkei merklich zurückgeht, sollte man das nicht mit dem allgegenwertigen politischen Islam verwechseln (Macht- und Abzockinstrument der Regierenden).

In der Studie wird der Wandel von 2008 zu 2018 bewertet. 

„In diesem Zeitrahmen stieg die Zahl der Atheisten um das Dreifache, wobei die Zahl der Gläubigen stark zurückging. Die, die sich als nicht Gläubig bezeichnen, haben sich laut der Studie, verdoppelt. (go2tr.de: Bei den vielen Zahlen und Ergebnissen, die der o.g. Studie entnommen worden sein sollen, kann ich diesen Sachverhalt aus persönlichen Kontakten und nicht veröffentlichten Erfassungen von zuständigen türk. Behörden, bestätigen. Besonders in der Jugend, aber auch allgemein, steigt die Zahl der Atheisten und Deisten enorm.)

Die, die sich als ‚religiös‘ bezeichnen, sind 2008 von 55% auf 51% in 2018, zurückgegangen. Die Zahl der strenggläubigen fiel von 13% auf 10%. Die, die sich als ‚gläubig‘ einstuften, gingen von 31% auf 34% rauf.

Was die Ausübung der Religion und Bedecktsein angeht, ging die Zahl der Kopftuchträgerinnen von 52% auf 53% rauf. Die Turban-Trägerinnen gingen aber von 13 auf 9% zurück, auch die Zahl der Fastenden, ging von 75 auf 65% runter.

Die traditionell Konservativen nahmen zu (37% auf 45%). Die Zahl derer, die sich als Modern bezeichnen, ging von 32% auf 29% runter.

Weniger glücklich

Während 2008 noch 57% sagten, dass sie glücklich wären, waren es 2018 52%. Die Türken heiraten nicht mehr so jung und weniger. Die Hochzeiten gingen von 71% auf 65% runter.

Die Zahl der Akademiker sind gestiegen (9 auf 16%), dafür werden weniger Nachrichten geschaut und Zeitungen gelesen. Die Nachrichten werden von sozialen Netzwerken bezogen. Die Nutzerzahlen stiegen in 10 Jahren von 38 auf 72%.

go2tr.de: Die Studie ist mir von KONDA bestätigt worden. Hier der Link zu der Gesamtstudie mit vielen interessanten Zahlen.

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