Neue Importe: Wieder ein Tiefschlag für die Agrarindustrie.

Andere Länder warten mit Schutzzöllen auf. Die türkische Regierung macht es andersherum und fördert den Import.

„Wir sind an der Seite des türkischen Bauern und der Agrarindustrie“, wahrscheinlich eines der am häufigsten benutzten Hohlsätze in der Türkei. Die Regierung handelte dieser Tage wieder entgegengesetzt und gab der türk. Toprak Mah. Ofisi (TMO), das Recht, bis zum Jahresende, 2,6 Millionen Tonnen, Weizen, Gerste, Mais, Reis und Hülsenfrüchte, ohne Zoll und sonstige Auflagen, zu importieren.

Auch im letzten Jahr gab es solch ein Entwicklung, dass der man gewisse Mengen an Agrarprodukten ohne Zoll importieren durfte. Die Folge war ein Massensterben an Agrarbetrieben.

Sollen die Bauern mit Importen unterstützt werden?

Die Regierung möchte mit den Importprodukten, auf dem Inlandsmarkt Druck ausüben und damit erreichen, dass bei bestimmten Produkten die Preise nach unten gehen. Ein Nebeneffekt ist der Ruin von Agrarbetrieben. Wäre es nicht besser, den Bauern zu unterstützen?

Auf der einen Seite heißt es „Es wird keine Importe von Agrarprodukten geben und auf der anderen Seite, erteilt man Importgenehmigungen.“

Die Türkei hat in den letzten Jahren jeweils 4-5 Tonnen Weizen importiert. Der Hauptlieferant war Russland.

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