Türk. Wirtschaft wächst im Quartal um 1,6% -Regierung setzt auf Selbstheilungseffekt

“Die türkische Wirtschaft ist im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent gewachsen, wie das Statistikinstitut der Türkei (TurkStat) am Montag mitteilte. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg demnach um 21,8 Prozent und erreichte einen Wert von rund 190 Milliarden US-Dollar.” scheibt Daily Sabah. In diesem Fall sind die Zahlen Schall und Rauch.

Hört man den Menschen in der Türkei zu, wehklagen sie nur. Trotz 25% Inflation sind die Lebensmittel oft 100% teurer als im letzten Jahr. Die wenigen Zufriedenen sind die Exporteure, die kaum was für den Inlandsmarkt produzieren bzw. nicht davon abhängig sind. Gespannt wartet man dieser Tage auf die Verkündung des Mindestlohnes für 2019. Dieser lag schon vorher unter der vom Staat selber errechneten Armutsgrenze und wird dieses Mal noch mehr davon entfernt sein. Die Kaufkraft schwindet.

Unter diesen Vorzeichen, kann man davon ausgehen, dass die Wirtschaftskrise den eigentlichen Höhepunkt noch nicht erreicht hat. Schaut man, wie die Regierung bzw. Herr Erdogan agiert, kann man feststellen, dass man auf ein Selbstheilungseffekt setzt. Gibt es so etwas in der Wirtschaft?

Diese Statistik des Bruttoinlandsproduktes der Türkei zeigt, wie lange schon die Wirtschaft, trotz bombastischer Wachstumszahlen früherer Jahre, auf der Stelle tritt. Das sind Tatsachen und sollen den Türkeistämmigen in Deutschland die Augen öffnen.

 

 

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