Türkei: Erdgas-Importe werden von der Importkohle überholt

Was die Türkei weniger an Erdgas importiert, muss sie mit Import von teurer und umweltschädlicher Kohle ausgleichen. Seit Jahren versucht die Türkei, die Energieimporte zu senken. Der Wunsch, Sonnen-, Wasser- und Windenergie nach vorne zu bringen gelingt nicht ganz.

Wie setzt sich die Energieversorgung zusammen?

In den ersten 11 Monaten des Jahres ist die Energieversorgung der Türkei minimal auf 91 Mio. kWh zurückgegangen. Den größten Anteil hatten in der Energieproduktion, das Erdgas (37%), gefolgt von der Kohle (33%) und der Wasserkraft (20%), Zahlen 2017

Weniger Energie durch Erdgas

Die Energieproduktion durch Erdgas ist in den ersten 11 Monaten von 44% auf 37% zurückgegangen. Dieser Rückgang wurde aber von der Kohle aufgefangen. 33% der produzierten Energie wurde durch die Kohle erzeugt.

Importkohle auf dem Vormarsch

Leider hat die türkische Kohle einen sehr niedrigeren Brennwert. Folglich feuert man lieber Importkohle. Dabei besitzt die Türkei 3,2% der Weltkohlereserven und könnte, wenn der Brennwert stimmen würde, viel Energie produzieren.

Wind- und Sonnenenergie auf dem Vormarsch

Ich glaube darüber berichtet man jedes Jahr, dass die Wind- und Sonnenenergie der Türkei, auf dem Vormarsch wären. Nur kann sie dem wachsenden Bedarf an Energie nicht folgen. Im Vergleich zum letzten Jahr (Jan-Nov.) produzierte man 2,75 Mrd. kWh mehr durch die Windenergie und 1,5 Mrd. kWh durch die Sonnenenergie.

Geothermal-Stromproduktion

Still rückt die Geothermie nach vorne

Still wächst der Anteil der Geothermalenergie, aber ansonsten geht es immer laut zu, wenn eine Anlage projektiert wird. Sofort sind die Umweltschützer auf dem Plan. Auch, wenn es anteilmäßig nicht so hoch erscheint, wächst der Anteil der Geothermalenergie. Im Vergleich zu den ersten 11 Monaten des letzten Jahres, nahm der die Produktion der Geothermalenergie um 31% auf 6,2 Mrd. kWh zu.

 

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