Türkei: Wahlrecht der Frau – Das zu wählen, was der Ehemann für gut hält

Wie oft landet die Türkei bei positiven Aufzählungen, vor anderen Ländern wie  Frankreich, Italien, Belgien, Griechenland und der Schweiz?

Beim Frauenwahlrecht kommt die Türkei vor den aufgezählten Ländern. Ab 1930 durften die türkischen Frauen bei den Kommunalwahlen wählen, und gewählt werden. Ab dem 5. Dezember 1934 erhielten sie auch das aktive und passive Wahlrecht bei Parlamentswahlen und feiert heute seinen 84.Geburtstag.

Und das noch lange vor vielen anderen europäischen Staaten, wie Frankreich 1944, Italien 1946, Belgien 1948, Griechenland 1952 und der Schweiz 1971. Das Frauenwahlrecht als weitreichende Errungenschaft des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk.

Dank eines weitsichtigen Mustafa Kemal Atatürk, der sagte, dass das Weiterkommen einer Nation, nur unter Teilnahme aller Menschen im Lande, in diesem Fall, auch der bis dato unterdrückten und rechtlosen Frauen, möglich sei.

Aber in so einem Land wie der heutigen Türkei, wo die Scharia beginnt, ihr Unwesen zu treiben und der politische Islam regiert, sieht es nicht mehr so gut aus, um die Rechte der Frau. Mittlerweile sieht es so aus, als bleibe am Ende das Frauenwahlrecht wohl  als einziges übrig von dem, was Frauen an Rechten haben. Der Islam macht es möglich, dass sich die Frauen, unter dem Druck der türkischen Öffentlichkeit, „freiwillig“ auf ihre Rechte verzichten und sich dem Mann, bzw. der neuen Ordnung unterordnen.

Erst wenn die türkischen Frauen mehrheitlich aufstehen, sich auf ihre Stärken besinnen und ihre Rechte stärker zurückfordern, wird die Türkei weiterkommen. Theoretisch ist das so, aber in Wirklichkeit wird der politische Islam die Frauen stärker unter dem Mann einordnen und nur als Mitläuferinnen akzeptieren.

Mit der Überschrift meine ich natürlich nicht die Frauen, die mit beiden Füßen auf dem Boden stehen, selbstbewusst sind und wissen, wo es lang geht. Nur bei den Wahlen kann man gut beobachten, dass bei den meisten, der Familienoberhaupt, der Mann, vorgibt, was zu wählen ist.

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