Wieder geht ein führendes Unternehmen der Türkei an ausl. Besitzer

Ich wundere mich immer wieder, was für Werte die Türkei noch hat, die man an ausländische Käufer verkaufen kann. Immer wenn man denkt, “Jetzt ist aber alles weg”, kommen andere Perlen zum Vorschein. Bitte jetzt nicht mit der Globalisierung kommen, dass das in jedem Land so ist. Die Türken verkaufen und kaufen nichts, zumindest nicht in dem Rahmen.

Dalmia Bharat Gruppe aus Indien möchte größte Magnesit* und Dolomit** Werk der Türkei kaufen. Die Verhandlungen sollen von den Indern bestätigt worden sein. Kümaş Werke gehören der Yildiz Holding an.

Laut Merger Market soll dieser Deal einen Volumen von 400 Millionen EUR haben. Vor einigen Tagen war auch davon die Rede, dass die russische Magnezit Group ebenfalls an dem türkischen Werk interessiert sei. Das Interesse kommt nicht von ungefähr, denn die Kümaş verfügt über 70 Millionen Magnesit und 50 Millionen Tonnen Dolomit Reserven.  Wieder geht eines der tragenden Werke der Türkei an einen ausländischen Besitzer.

1918

Wir schreiben das Jahr 1918. Die Türkei ist von den Briten, Franzosen, Italienern und Griechen besetz. Sie haben das Land unter sich aufgeteilt.
 
Ähnlich ist der Zustand momentan. Die tragenden Industrien sind an die Ausländer verkauft, oder fast verschenkt worden. So sind die Besatzer heute. Die nehmen dir deine Industrien weg und du merkst nichts davon.

(*) Aufgrund seiner hohen Temperaturbeständigkeit bis etwa 3000 °C ist Magnesit ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von feuerfesten Sintermagnesit-Ziegeln, mit denen unter anderem Hochöfen, Konverter zur Stahlerzeugung und andere Schmelzöfen ausgekleidet werden.

(**) Dolomit wird für Bodenbeläge aller Art (geschnitten oder bruchrauh), zum Bau von Natursteinmauern und Trockenmauern, als Randsteine, als Palisaden, als Steinblöcke, als Gestaltungsstein zum Bau von Stützmauern und als Pflasterstein eingesetzt. Zerkleinert dient er vor allem auch als Zusatzstoff bei der Herstellung von Stahl in Hochöfen. Darüber hinaus ist er Hauptbestandteil von Mineralwolle und technischen Gläsern. Er findet Einsatz in Bodenstabilisierung sowie als Düngekalk für die Landwirtschaft. Pulverisierter Dolomit wird als „Wiener Kalk“ bezeichnet und als Scheuermittel verkauft; seine Härte ist gerade richtig, um Kalkbeläge abzukratzen, aber Glas und Porzellan unberührt zu lassen. In sogenannten Brechanlagen wird der Dolomit auch zu Zuschlagstoffen für den Straßenbau und die Betonherstellung verarbeitet. Als Grobschotter dient er auch zur Füllung von Gabionen (Schotterkörbe).

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