Türkei: Die Ausgabe der Staatsanleihen musste zurückgenommen werden

Heute konnte man wieder erleben, wie sich die Türkei wirtschaftlich in eine Zwickmühle hinein manövriert hat. Der Staat hat kaum Handlungsspielraum mehr, was die Geldbeschaffung angeht. Auf den internationalen Märkten bekommt man nichts mehr, oder zu horrenden Zinsen, die kaum zu stemmen sind. Also wollte man sich das Geld im Lande beschaffen.

Es sollten drei Staatsanleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten ausgegeben werden. Nur die Verkündung allein reichte aus und dass die Devisenkurse sich nach oben bewegten. Der Grund ist einfach erklärt. Wie wollte man die Zinsversprechen für die Staatsanleihen bezahlen. Diese hätte man wieder woanders her besorgen müssen. Also verkündete man, dass man die Ausgabe gestrichen hätte. Schon gehen die Devisenkurse wieder runter, nur jetzt fehlt das aus den Staatsanleihen erhoffte Geld. Dabei war, laut staatlichen Nachrichtenagenturen, dreifach mehr Interesse vorhanden, als herausgegeben werden sollte.

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