Çavuşoğlu: Deutsche und Europäer wollen Türkei immer belehren

Deutsche und Europäer würden die Türkei immer wieder darüber belehren wollen, was Rechtsstaatlichkeit sei. Dies sei “ganz falsch”, soll Çavuşoğlu in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung gesagt haben. Auch, dass die Türkei die EU-Mitgliedschaft anstrebe.

Klar, dass niemand in Europa gerne sieht, dass die Demokratie in der Türkei, oder was so ähnlich funktionierte, durch ein Ein-Mann-Regime ersetzt wurde und die Menschenrechte im Land, mit den Füßen getreten werden. Zu verstehen ist aber schon, dass jede Kritik Richtung Türkei, dort wie eine Belehrung ankommen muss. Es ist nicht einfach für das Regime in der Türkei, das Unrecht, wie Recht aussehen zu lassen und dann diesen noch verteidigen zu müssen.

So reagieren ja auch die Anhänger in Deutschland. Jede Kritik sehen sie als Türkei-Bashing. Das Gegenteil davon wäre das große Schweigen, wenn es um die Türkei geht. Schweigen würde aber bedeuten, die derzeitigen Zustände auf ewig zu akzeptieren.

Auf Angela Merkels Abschied von der politischen Bühne angesprochen, hat er ihm wohl großen Respekt gezollt haben. Lustig fand ich seine anschließende Bemerkung, dass in der Türkei eine Limit von Amtszeiten gäbe. Das wäre sehr demokratisch. Auch Erdogan würde nicht für immer bleiben. Sicher bleibt er aber bis an sein Lebensende.

Warum muss ich immer schmunzeln, wenn Erdogan und seine Mannen das Wort ‘demokratisch’, was die auch darunter verstehen mögen, in den Mund nehmen? Wahrscheinlich, weil die davon weit entfernt sind.

Die Fotos haben bei mir immer einen Bezug auf den Beitrag. Ich wollte “Staunen” zum Ausdruck bringen und das gab die Katze am besten her.

 

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