Türkei: Die Inflationsrate schockiert sogar Ankara – Warum eigentlich?

Gerade gibt der Schwiegersohn und Finanzminister wieder eine Erklärung ab, dass die Talsohle der Wirtschaftskrise, die es eigentlich, laut Herrn Erdogan, gar nicht gibt, erreicht sei. Türkstat (TÜIK) gab die September Inflation bekannt. Selbst Ankara gibt zu, dass die Inflationsrate mit +6,3% weit über den Erwartungen ausfiel. Erwartet wurde eine Steigerung von +3,46%.

Somit beträgt die Inflationsrate auf Jahresbasis 24,52%. Auf Monatsbasis ist das die höchste Steigerung seit der großen Wirtschaftskrise in 2001.

Die Steigerung ist für mich ebenfalls überraschend gekommen. Wie ich schon in früheren Beiträgen schrieb, müsste es weit über 40% stehen.

Auf Monatsbasis stieg die Inflation bei den Produzenten um 10,88% und brachte so die Jahresinflationsrate auf 46,15%. Das zeigt auch, dass die Produzenten auf ihren Gewinn verzichten aber die volle Steigerung nicht an die Konsumenten weitergeben. 

Zum Vergleich: Von August auf September stieg die Inflation um 2,3%, jetzt, einen Monat später, glatt um 10,88%. Das ist der Beweis dafür, entgegen der Aussagen der Regierung, dass die Talsohle der Krise bereits erreicht wurde.

Warten wir der Dinge ab, wie weit Ankara mit den Märchen, die man dem Volk erzählt, kommt.

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