Endlich Tacheles: “Rechnet nicht mit uns, macht es selber!”

Endlich sagt mal jemand etwas Gescheites. Auch wenn ich sonst nicht viel vom Kultus- und Tourismusminister halte, hat er den Finger in die wunde Stelle gelegt.

„Ich bin dagegen, dass wir irgendetwas umsonst hergeben.“ sagte er und meinte die den Tourismusinvestoren zugeteilten Grundstücke. „Wenn wir schauen, sehen wir, dass alle, die für ein Tourismusgrundstück bezahlt haben, auch zu Ende gebaut haben. All die anderen, die auf zugewiesenen Grundstücken bauen, beantragen noch nach 20 Jahren, eine Fristverlängerung.

Der Minister sagte, dass sein Ministerium alsbald einige Konzepte vorlegen würde, wie man die kurze Sommersaison verlängert und ganzjährlich an Tourismus verdienen kann.

Er sagte noch etwas Richtiges. „Ihr könnt nicht alles vom Staat verlangen. Ergreift mal selber die Initiative!“ Mein Sagen! Die türkischen Unternehmer müssen nicht nur in der Tourismusbranche, sondern allgemein, selber die Initiative ergreifen und zu neuen Ufern rudern. Erdogan und seine Seilschaften haben die Türkei in die Abhängigkeit vom Ausland gebracht und das tun die weiterhin, deshalb: Selbst ist der Mann/Frau!

Am meisten gefällt mir der folgende Satz des Ministers: „Wenn wir in der Türkei etwas umsonst hergeben, können wir am Ende nur verlieren.“

Nun gut, starke und richtige Worte. Der Ansatz ist richtig. Endlich mal die Wahrheit: „Rechnet nicht mit dem Staat, macht es selber!“

Dieser Ansatz sollte für die gesamte Wirtschaft der Türkei gelten, denn die ständigen Kredite und Umschuldungen bringen die Wirtschaft in keiner Weise weiter.

Der Tourismusminister macht eigentlich nichts anderes als der Schwiegersohn und Finanzminister Albayrak und Herr Erdogan, er redet, statt zu handeln, aber im Unterschied zu den beiden vorgenannten, redet er Tacheles*, worauf man bauen kann, denn er versprach nichts, was der Staat zu tun gedenke, sondern sagte einfach: „Macht, macht was möglich ist selber!“ Gefällt mir!

(*) Tacheles ist eine Anlehnung des jiddischen Wortes Tachles und bezeichnet: Offen und unverblümt reden (“Klartext reden”).

 

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