Türkei: Lagerraum wird knapp. 90% Belegungsquote erreicht

Die staatliche Halkbank hat der Geschäftsführung den Auftrag gegeben, sich weitere 15 Milliarden TL aus dem Inland zu besorgen. Die Bank wird dazu mehrfach Anleihen ausgeben und sich mit Maximum 5 Jahre Laufzeit verschulden.

Türkei macht weiterhin Iran-Geschäfte

Der türkische Energieminister Dönmez sagte, dass die Türkei, trotz des Embargos der USA gegen den Iran, weiterhin Erdgaskäufe aus dem Iran tätigen wird. Der Minister sagte, dass die Erdgasabnahmeverträge langfristig wäre und man nicht daran denken würde, die Bevölkerung im Winter frieren zu lassen. Klingt gut! Vergessen hat der Minister, wer sich noch Erdgas leisten kann im Winter.

Die Lagerhallen werden nicht mehr ausreichen

Die Lagerhallen in der Türkei sollen eine Belegungsquote von 90% erreicht haben. Das, was für die Logistiker freut, haben sie eigentlich einem Bösen Umstand zu verdanken. Denn die Importeure können und wollen die Ware noch auf Lager liegenlassen. Sie warten und hoffen, dass der die Devisenkurse fallen.

Was war nochmal mit dem Haselnuss?

Eines der Wahlkampfversprechen des Herrn Erdogan ging damals an die Adresse der Haselnussbauern. Die Türkei ist, trotz sinkender Erntemengen, immer noch eines der führenden Nationen weltweit. Die Türkei produziert und das Geld verdienen andere. Wie sooft auch bei anderen Produkten. Die Türkei könnte 20 Mrd. USD nur über die Haselnüsse verdienen, wenn sie denn die Haselnüsse selber veredeln würde. Stattdessen bringen die Haselnüsse der Türkei im Rohzustand nicht einmal 2 Mrd. USD im Jahr ein.

Hier das Bild der Tragödie:

Laut dem Verband der Haselnussexporteure vom Schwarzen Meer, hat die Türkei vom 1. September 2016 bis 5. August 2017, 224.758 Tonnen Haselnuss exportiert und 1,8 Milliarden USD eingenommen.

In dem Zeitraum der Jahre 2017-2018 wurden 277.747 Tonnen exportiert und 1,731 Mrd. USD eingenommen. Also 53.000 Tonnen mehr exportiert und 70 Millionen USD weniger eingenommen.

Der Bauer verkaut das Kilo für 9 bis 11 TL. In der Türkei kostet ein Kilo im Laden ca. 45 TL. In Deutschland zwischen 20 und 40 Euro das Kilo. Die italienischen kosten gar 60 EUR bei Amazon.

Zuletzt noch ein Zitat aus dem Internet

“Ich habe die Idee überhaupt” sagt ein AKPist in einem der deutsch-türkischen Gruppen bei Facebook. “In den USA kostet ein USD nur 1 Dollar. Also, wenn wir jetzt alle unsere Dollar mitnehmen und in der USA Dollars kaufen, bekommen wir das Stück für ein Dollar.”

Der Junge wird noch reich. Das hätte er nicht öffentlich preisgeben sollen, denn womöglich hängen sich noch andere dran.

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