Türkei: Die Sonne soll demnächst aus dem Osten aufgehen

Oft sind Überschriften zu lesen, dass die Sonne für die Türkei demnächst aus dem Osten aufgehen wird. Damit ist die Anlehnung der Türkei an China gemeint. Es klingt immer gut, wenn man einen starken Partner an seiner Seite weiß, nur inwieweit ist Verlass auf die Chinesen.

Tianjin*, China

Dass die Chinesen einiges in der Türkei vorhaben, bewiesen sie dadurch, dass sie mit Bank of China schon in der Türkei vertreten sind. Seit 2017 verfügt BOC über eine Vollbankenlizenz. Schon von 2012 bis 2016 zeichnete die Bank für ca. 2,5 Mrd. USD Finanzierungen in der Türkei.

Die Frage ist, ob die Chinesen wegen ihren Türkei-Ambitionen sich der Türkei annähern, oder um die USA zu ärgern, wird sich herausstellen.

Egal woher letztendlich Geld in die Türkei fließen wird, sollte jedem klar sein, dass es nicht geschenkt ist. Dafür wird die Türkei mit ihren schlechten Kredit-Ratings, teuer bluten müssen.

Letztendlich kann man Darlehen nur bedienen, wenn man etwas selber erwirtschaftet. Hier fehlen aber nicht nur die Pläne für die Zukunft, auch wird in diese Richtung nichts unternommen.

Eigentlich wäre der Wirtschaft geholfen, wenn die Regierung sagen würde: „Wir werden für Euch nichts mehr tun, macht was Ihr wollt!“. Es soll nicht makaber klingen, denn klare Tatsachen bringen oftmals vieles in Schwung. Schon aus Gewohnheit hofft die Wirtschaft, dass die Regierung was macht, nur die bieten mit geliehenen Geldern weitere Finanzierungen und Umschuldungen an, die kaum jemanden weiterbringen und lediglich weitere Schulden bedeuten.

(*) Foto: Tianjin, Pixabay

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