Türkei: Die Devisenreserven senden Alarmsignale

Die Devisenreserven der Türkei bieten nicht ausreichend Puffer. Reuters hat zu den rekordbrechenden Devisen die Devisenreserven der türkischen Zentralbank unter Augenschein genommen.

Die netto Gold- und Devisenreserven der Zentralbank betragen nur 30,6 Milliarden USD. Die Goldreserven machen separat 9,6 Mrd. USD aus.

So verfügt die Zentralbank über lediglich 21 Mrd. USD Devisenreserven.

Die Bewertung kann man auf verschiedene Weise machen.

Um die Devisenreserven eines Landes zu bewerten, nimmt man am häufigsten folgende Variante. Hierzu schaut man auf die Devisenkredite, die kurzfristig zu bedienen sind. Die hohen kurzfristigen Schulden der Türkei bereiten da Kopfzerbrechen.

Die Türkei muss die bestehenden Schulden mit 200 Mrd. USD jedes Jahr neu finanzieren.

Die Türkei könnte mit den bestehenden Reserven ca. 5 Monate lang die Importe finanzieren. Sollte aber der Wertverlust der türkischen Lira so weitergehen, könnte dieses auch nur drei Monate lang möglich sein. Hinzukommen, dass die Türkei, als eines der größten Energieimporteure, Preise verkraften muss, die seit dem letzten Jahr um 50% im Preis gestiegen sind.

Das ist die momentane Lage. Wie man der Sache etwas Gutes abgewinnen kann? Eigentlich gar nicht. Die Lage ist ernst und das wissen in der Türkei nur die Insider. Berichtet wird darüber nicht.

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